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Zweites Rennviertel

Thomas Laurent übernimmt mit einem beherzten Überholmanöver P3 von Mikhail Alshin im #11 SMP-Wagen. Doch nur 5 Minuten später passiert das Malheur. Als Laurent an der verregneten Michelin-Schikane abbremsen will bricht der Wagen aus und schlägt mit der Nase in die Leitplanken ein. Der folgende SMP Racing BR1 sammelt die davon fliegende Fronthaube auf und schleift diese auf der Strecke mit. Beide LMP1, die zuvor auf der Strecke um P3 gerungen haben müssen an die Box kommen. Lachender Dritter ist der #17 SMP von Sergey Sirotkin der P3 übernimmt. 

Parallel dazu hat Kazuki Nakajima in der #8 die Führung von Lopez im Toyota #7 übernommen. Aufgund des Unfalls wird zunächst eine Full Course Yellow ausgerufen, die wenig später in das dritte Safetycar des Rennens mündet. Der SMP-Racing Wagen kann nach einem kurzen Stop sofort wieder auf die Strecke zurückkehren. Die fleissigen Rebellion-Mechaniker haben mehr zu tun, schaffen es aber den ondulierten Prototypen von Laurent nach nur 3 Minuten wieder renoviert auf die Strecke zurück zu schicken.

(c) GT-Eins.de

40 Minuten nach der 6h-Marke übernimmt Lopez an der Spitze wieder die Führung von Nakajima. Wenig später wird ein Funkspruch an Nakajima bekannt. in dem das Team ihm mitteilt das man an einem  Problem arbeitet. Doht einem der Toyota ein längerer Halt?

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Am #29 Racing Team Nederland Oreca hat sich die Kupplung verabschiedet. Der Wagen verliert viele Minuten in der Box.

Lopez rutscht kurz in den Kies, kann den Anschlag aber vermeiden. Nakajima übernimmt die Führung . Hinter den Toyotas haben sich die SMP Racing BR1 auf den Plätzen 3 und 4 eingenistet.

Während es draussen immer dunkler wird wird die nächste Full Course-Caution ausgerufen. Der #10 Dragonspeed Wagen kommt nach einem kurzen Stint wieder mit anhaltenden Getriebeproblemen an die Box zurück.

Die Inter-Europol Mannschaft muss ein Problem an einer der Rückleuchten beheben lassen und verliert 5 Minuten in der Box. Bei ihrem Le Mans-Debüt liegt die unter polnischer Flagge antretende hamelner Mannschaft  auf Rang 17 der Klasse, als es wieder ins Rennen zurück geht.

Beim mittlerweile 11.Boxenstop  des Toyota #8 lässt Nakajima erneut die Fronthaube wechseln. Etwa um halb 11 ist jetzt endgültig die Nacht angebrochen.

Durch einen Defekt an der Aufhängung verliert der #81 BMW 3 Runden.

Hinter der Michelin-Schikane kommt der #98 Aston von Pedro Lamy mit überhitztem Triebwerk zum Halt. Der Aston wird hinter die Leitplanke geschoben. Wir haben den 3.Ausfall des Rennens. Sowohl der By Kolles Racing CLM als auch der Dragonspeed BR1 stehen weiter in der Garage. Wir verzeichnen an der Spitze des Feldes den folgenden Zwischenstand:

Platz Nr Auto Klasse Marke Team Land Abstand
1 8 GT3 LMP1 Toyota Toyota Gazoo Racing Japan 128 Rd.
2 7 GT3 LMP1 Toyota Toyota Gazoo Racing Japan 10s
3 17 GT3 LMP1 $BR SMP Racing Russland 127 Rd.
4 11 GT3 LMP1 $BR SMP Racing Russland 5s
5 3 GT3 LMP1 Oreca Rebellion Racing Schweiz 150s
6 1 GT3 LMP1 Oreca Rebellion Racing Schweiz 124 rd.
7 26 GT3 LMP2 Oreca G-Drive Racing Russland 122 Rd.
8 36 GT3 LMP2 Oreca Signatech Alpine Matmut Frankreich 12s
9 31 GT3 LMP2 Oreca Dragonspeed USA 45s
10 38 GT3 LMP2 Oreca Jackie Chan DC Racing China 85s
11 37 GT3 LMP2 Oreca Jackie Chan DC Racing China 166s
12 22 GT3 LMP2 Ligier United Autosports USA 190s

(c) GT-Eins.de
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Nach einer Vietelstunde werden die Safetycars wieder herein gerufen. Dafür wird vor der Michelinschikane eine Slow-Zone ausgerufen, um dort die Leitplanken reparieren zu können.

Der Dragonspeed BR1 steht unterdessen an der Box und ist auf den letzten Platz zurück gefallen - Renger van der Zande hat den LMP1 abstellen müssen nachdem sich der Reihe nach alle Gänge im Getriebe abgemeldet hatten. Zudem wird an einem elektrischen Problem gearbeitet.

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Der #88 Proton Porsche wird nach dem Unfall ebenfalls zurück gezogen, da der japanische Pilot Hoshino nach 3 schweren Zwischenfällen so ehrlich ist, zuzugeben nicht mehr ins Steuer greifen zu wollen. Damit ist der Einsatz von Proton von ursprünglich 4 Autos auf nur noch 2 geschrumpft.

Nach 7h werfen wir einen ersten Blick in die GTE-Am-Klasse:

Platz Nr Auto Klasse Marke Team Land Abstand
43 85 GT3 GTE-Am Ford Keating Motorsports USA 98 Rd
44 84 GT3 GTE-Am Ferrari JMW Motorsport Gross-Britannien 69s
45 56 GT3 GTE-Am Porsche Project 1 Deutschland 97 Rd.
46 90 GT3 GTE-Am Aston Martin TF Sport Gross-Britannien 23s
47 77 GT3 GTE-Am Porsche Dempsey-Proton Racing Deutschland 119ss
48 62 GT3 GTE-Am Ferrari Weather Tech Racing USA 135s
49 61 GT3 GTE-Am Ferrari Clearwater Racing (SIN) 175s
50 78 GT3 GTE-Am Porsche Proton Competition Deutschland 94 Rd.
51 83 GT3 GTE-Am Ferrari Kessel Racing Schweiz 84s
52 86 GT3 GTE-Am Ford Gulf Racing UK
Gross-Britannien 89s
53 57 GT3 GTE-Am Ferrari Car Guy Racing Japan 176s
54 70 GT3 GTE-Am Ferrari MR Racing Japan 95 Rd.

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Inter-Europol wechselt das reparierte Heckteil mit der Trocken-Abstimmung wieder zurück an den Wagen nachdem man kurze Zeit aushilfsweise mit dem Regen-Abstimmungs Ersatzteil unterwegs war.

Der ByKolles CLM geht nach einer 82-minütigen Pause wieder zurück in das Rennen: "Uns ist schon zum 2. Male ein Verteiler für den Wasserkreislauf gebrochen. An diesen hier kamen wir nur schwer ran. Die Reperatur zuvor hat uns nur 30 Minuten gekostet. Insgesamt haben wir jetzt schon 2 Stunden verloren". erklärt uns Teambesitzer Collin Kolles.

Gleichzeitig mit dem By Kolles LMP1  geht auch der Dragonspeed LMP1 wieder ins Rennen, allerdings nur um unmittelbar danach wieder an die Box zurück zu kehren. "Bei uns funktioniert die elektronische Wippenschaltung nicht mehr korrekt. Es ist nicht das Getriebe - das ist in Ordnung. Es liegt wohl lediglich an der Elektronik." erklärt uns Renger van der Zande.

In der 2.Schikane kollidieren Sven Müller im #94 Porsche und Oliver Pla im schwarzen #66 Ford im Kampf um die 10 Position in der GTE-Pro - beide können weiter fahren.   

Erneut steht der Inter-Europol Ligier an der Box. Durch die 18-minütige Reparaturpause, bei der man einen Kompressor tauschen muss fällt man dieses Mal an die letzte Stelle des LMP2-Feldes zurück.

Der ARC Bratislava Ligier legt Eingangs der Ford-Schikane einen Dreher hin und wirft kiloweise Kies auf die Strecke.

Nach 9 Rennstunden werfen wir einen Blick in die GTE-Pro-Klasse:

Platz Nr Auto Klasse Marke Team Land Abstand
1 92 GT3 GTE-Pro Porsche Porsche GT Team Deutschland 129 Rd.
2 63 GT3 GTE-Pro Corvette Corvette Racing USA 14s
3 51 GT3 GTE-Pro Ferrari AF Corse Italien 65s
4 67 GT3 GTE-Pro Ford Ford Chip Ganassi Team UK Gross-Britannien 75s
5 93 GT3 GTE-Pro Porsche Porsche GT Team USA 89s
6 71 GT3 GTE-Pro Ferrari AF Corse Italien 128 Rd.
7 91 GT3 GTE-Pro Porsche Porsche GT Team Deutschland 9s
8 69 GT3 GTE-Pro Ford Ford Chip Ganassi Team USA USA 13s
9 68 GT3 GTE-Pro Ford Ford Chip Ganassi Team USA USA 28s
10 94 GT3 GTE-Pro Porsche Porsche GT Team USA 122s
11 82 GT3 GTE-Pro BMW BMW Team MTEK Deutschland 159s
12 97 GT3 GTE-Pro Aston Martin Aston Martin Racing Gross-Britannien 180s

Der #97 Aston von Alex Lynn dreht sich an der Corvette Curve in den Kies nachdem Lynn auf einen langsamen Prototypen aufgelaufen war. Lynn muss aus dem Kies geborgen werden. Während dazu eine lokale Slowzone eingerichtet wird, rutscht ARC Bratislava Pilot Tereschenko in Arnage erneut kurz von der Strecke.

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Kaum 20 Minuten später fliegt der #95 Aston in Indianapolis beim Anbremsen der schnellsten Stelle des Kurses in das dort sehr weitreichende Kiesbett ab und schlägt rücklings in die Reifenstapel ein. Pilot Marco Sörensen steigt humpelnd aus dem Wagen aus. Damit ist das Aston Martin Werksteam kurz nach Mitternacht aus dem Kampf um den Klassensieg ausgeschieden. Ausfall #4 des Rennens wird verzeichnet. Das Safetycar wird zum 4. Mal auf die Strecke geschickt.

Durch die Safetycars werden die beiden Toyotas an der Spitze getrennt - Sebastian Buemi in der #8 liegt aufgrund der 3 SC´s auf der Strecke nun eine 2/3 Runde hinter dem  #7 TS050 von Mike Convay.

Nach einer 26.minütigen Reparaturpause kehrt der #97 Aston wieder ins Rennen zurück. Eine Runde später wird das Rennen wieder freigegeben.

Das LMP2-Feld ist durch die Safetycars ebenfalls auseinander gerissen worden. Jeweils über einen Minute bzw. ein Safetycar-Gruppenabstand (3 SC sind in jeder Phase auf der Strecke unterwegs) liegen zwischen den 4 führenden Wagen von G-Drive, Signatech, Jackie Chan und Dragonspeed.

Nach 80 Minuten in der Box geht der Dragonspeed LMP1 wieder auf die Strecke. Doch die Probleme an der Schaltung sind offensichtlich immer noch präsent. Renger van der Zande will nach einer langsamen Runde wieder zurück an die Box kommen, jedoch bleibt er dieses Mal auf der Strecke liegen. Wenig später erfolgt die Aufgabe des Wagens.

Wir blicken nach 10h erstmals in die LMP2-Klasse

Platz Nr Auto Klasse Marke Team Land Abstand
7 26 GT3 LMP2 Oreca G-Drive Racing Russland 153 Rd.
8 36 GT3 LMP2 Oreca Signatech Alpine Matmut Frankreich 79s
9 38 GT3 LMP2 Oreca Jackie Chan DC Racing China 213s
10 31 GT3 LMP2 Oreca Dragonspeed USA 227s
11 37 GT3 LMP2 Oreca Jackie Chan DC Racing China 152 Rd.
12 28 GT3 LMP2 Oreca TDS-Racing Frankreich 111s
13 32 GT3 LMP2 Ligier United Autosports USA 231s
14 22 GT3 LMP2 Ligier United Autosports USA 263s
15 48 GT3 LMP2 Oreca IDEC Sport Frankreich 151 Rd.
16 30 GT3 LMP2 Oreca Duqueine Engineering Frankreich 46s
17 23 GT3 LMP2 Ligier Panis Barthez Competition Frankreich 90s
18 25 GT3 LMP2 Oreca Algave Pro Racing Portugal 150 Rd.

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20 Minuten vor der Rennhalbzeit fliegt der ARC Bratislava-Ligier mit Henning Enqvist am Steuer in Indianapolis ab, nachdem der Schwede offensichtlich den korrekten Bremspunkt verpasst hat. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist die LMP2-Klasse die einzige die noch keinen Ausfall zu verzeichnen hat.

Eine Runde später wird die 5.te SC-Phase des Rennens 17 min vor der Rennhalbzeit geschaltet da der ARC-Ligier auf dem Weg zur Box in den Porsche-Kurven erneut eingeschlagen und liegen geblieben ist.

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Nach 10h und 20 Minuten fliegt Egor Orudzhev mit dem mittlerweile drittplazierten SMP Racing BR1 #17 in der Corvette-Corner ab und rücklings in die Reifenstapel. Der Russe steigt kurz nach seinem Einschlag aus um zerfetztes Bodywork und Flügelwerk von BR1 abzureissen und den Wagen nach Möglichkeit wieder an die Box zurück zu bringen. Das SC kommt zum vierten Mal auf die Strecke.

Die beiden Toyota kommen nun durch geschickte Strategie der Gazoo Racing Mannschaft wieder zusammen. Der SMP-BR #17 schafft es nicht wieder zurück ins Rennen und wird im Gegenteil auf einen Abschleppwagen verladen. Eines der Top-Autos ist raus aus dem Rennen.

Als ca. eine Viertelstunde vor der 11h-Marke wieder gestartet wird, hat sich die G-Drive Mannschaft in der LMP2 schon einen Vorsprung von 2 1/2 Minuten vor dem Signatech-Alpine-Oreca verschafft.  

Die beiden Toyota liegen nach ihrem 16 Stop anschliessend um weniger als 1s getrennt hintereinander.

(c) GT-Eins.de

Eine der Aufhängungen ist gebrochen und der Wagen ist unsteuerbar auf dem Unterboden rutschend in die Streckenbegrenzung eingeschlagen. Pilot Henning Enqvist versucht noch den Wagen wieder zum Laufen zu bringen, es sieht aber nicht gut aus...

Der #71 AF Corse Ferrari wird wegen Problemen mit dem Motor vom Team zurück gezogen. Damit laufen nur noch 2 Ferraris in der GTE-Pro-Klasse.

Zur 11h-Marke wird es Zeit für einen Überblick über den Gesamtstand:

Platz Nr Auto Klasse Marke Team Land Abstand
1 8 GT3 LMP1 Toyota Toyota Gazoo Racing Japan 173 Rd.
2 7 GT3 LMP1 Toyota Toyota Gazoo Racing Japan 2s
3 3 GT3 LMP1 Oreca Rebellion Racing Schweiz 171 Rd.
4 11 GT3 LMP1 $BR SMP Racing Russland 170 Rd.
5 1 GT3 LMP1 Oreca Rebellion Racing Schweiz 167 Rd.
6 26 GT3 LMP2 Oreca G-Drive Racing Russland 166 Rd.
7 36 GT3 LMP2 Oreca Signatech Alpine Matmut Frankreich 165 Rd.
8 38 GT3 LMP2 Oreca Jackie Chan DC Racing China 70s
9 31 GT3 LMP2 Oreca Dragonspeed USA 89s
10 28 GT3 LMP2 Oreca TDS-Racing Frankreich 128s
11 37 GT3 LMP2 Oreca Jackie Chan DC Racing China 146s
12 32 GT3 LMP2 Ligier United Autosports USA 164 Rd.

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