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Zweites Rennviertel

Die Situation mit dem angedrohten Regen hat sich mittlerweile entschärft. Ein sich drehender Wind schiebt die Regenwolken aus dem Süden östlich am Circuit vorbei. Es gibt eine Gnadenfrist für das Rennen.

Boxenstopbereinigt hat der Audi #7 die Führung inne, allerdings hat man sich vor einigen Stunden einen schleichenden Plattfuss eingefangen und deshalb einen kürzeren Stint gefahren.

Bei Kolles hat man die erneuten Motorprobleme behoben. "Erst hat die Hochdruckbenzinpumpe auf der linken Seite gesponnen dann war die auf der rechten Seite dran." erzählt Pierre Kaffer der mittlerweile sichtlich genervt von den Problemen am Motorenumfeld ist. "Die versauen uns hier das ganze Rennen."

Immerhin hat man das selbst gesteckte Ziel noch vor den Nissan gewertet zu werden - die liegen übrigens auf den Gesamtpositionen 20, 38 und 41. Nur die #22 wird noch innerhalb des LMP2-Feldes gewertet. Die beiden anderen Wagen müssen sich mit den GTE-Am herum schlagen. Der Kolles-LMP1 ist mittlerweile auf Platz 52 abgerutscht.

(c) GT-Eins.de

10 Minuten später verunglückt der Alpine von Paul Loup-Chatin in der Mulsanne Corner und löst die dritte SC-Phase des Rennens aus. Der Wagen lag auf P3 der LMP2 und P13 Gesamt. Diesen übernimmt nun der G-Drive-Ligier von Roman Rusinov. Einige LMP2-Teams nutzen die Gelegenheit um  ihre Stopps vorzuziehen. Allerdings fällt der Stop der Jota-Mannschaft dabei ein wenig länger aus. An den Nissans #21 und #23 wird ein Problem an überhitzenden Bremsscheiben in der Box angegangen.

Für einen Routinestop wird der Manthey-Porsche #91 in die Box geschoben: "Wir wechseln die Bremsbeläge während des Safetycars" erklärt uns Jörg Bergmeister.

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In Runde 125 erfolgt 10 Minuten nach der 8h-Marke der Restart. Etwas später rollt der #97 Aston vor Mulsanne ohne Antrieb aus. Ein Motorproblem bedeutet das der Wagen als 5.ter Ausfall des Rennens registriert wird. 

Tracy Krohn erzählt uns von den Problemen der Crew: "Wir haben ein elektronisches Problem im Motorenumfeld das uns regelmässig das Triebwerk lahmlegt. Beim letzten Mal hat es uns den Motor ganz abgeschaltet. Wir versuchen nun herauszufinden was dahinter steckt."

Am SMP-BR01 ist der Auspuff abgefallen und hat den Seitenkasten angeschmort. Die russische Crew muss den Wagen wieder instandsetzen. Am #30 ESM-Ligier muss ein defekter Öltank gewechselt werden.

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Der #22 Nissan von Harry Ticknell kommt bei totaler Dunkelheit ohne Fronthaube und Lampen in die Box. Der Nissan wird repariert. Etwas später verbremst sich die #23 von Oliver Pla bei Arnage, kann aber zum Check an der Box weiterfahren. Kaum schickt man den Nissan wieder auf die Strecke kommt die #21 vorgefahren und muss zu Mitternacht einen etwas längeren Service verzeichnen.

Der führende Nico Hülkenberg kommt in der 145.ten Runde rein und übergibt an Nick Tandy.  Der #12 Rebellion ist langsam auf der Strecke unterwegs und wird von Matthias Beche in die Box gebracht. Der 9.plazierte Wagen verliert weitere Distanz auf die Werks-Hybrid-Autos vor ihm .

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11 Stunden und 20 Minuten sind gelaufen als der LMP2 Pegasus Morgan sich mit Pilot Ho Pin Tung an Bord in den Porsche Kurven in den Kies eingräbt. Nach kurzer Standzeit wird der Wagen aus dem Kies geborgen und kommt zurück an die Box.

In dieser Klasse sieht es 30 min vor der Rennhalbzeit mittlerweile wie folgt aus:

Platz Nr Auto Klasse Marke Team Land Abstand Stopps
10 47 GT3 LMP2 Oreca KCMG Hong-Kong 166 Rd 15
11 46 GT3 LMP2 Oreca Thiriet by TDS Racing Frankreich 161s 14
12 26 GT3 LMP2 Ligier G-Drive Racing Russland 165 Rd. 15
13 48 GT3 LMP2 Oreca Murphy Prototypes Irland 164 Rd. 14
14 28 GT3 LMP2 Ligier G-Drive Racing Russland 115s 15
15 38 GT3 LMP2 Gibson Team Jota Gross-Britannien 129s 15
16 34 GT3 LMP2 Ligier Oak Racing Frankreich 162 Rd. 15
17 42 GT3 LMP2 Dome Strakka Racing Gross-Britannien 49s 16
18 43 GT3 LMP2 Morgan Team SARD Morand Schweiz 161 Rd. 15
20 27 GT3 LMP2 SMP SMP Racing Russland 157 Rd. 16
21 45 GT3 LMP2 Oreca Ibanez Racing San Marino 36s 16
26 31 GT3 LMP2 Ligier Extreme Speed Motorsports USA 156 Rd. 15
27 35 GT3 LMP2 Ligier Oak Racing Frankreich 155 Rd. 13
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Mittlerweile ist Greaves Gibson nach langen vergeblichen Versuchen des Piloten den Wagen an Ort und Stelle erneut in Gang zu setzen vom Rennen zurückgezogen worden.  Es ist die dritte Ausfallmeldung des Rennens, nach den beiden Porsches von Manthey und Proton. 

Kurz nach der 7h Marke und dem Sonnenuntergang schlägt der viertplazierte Porsche #19 von Romain Dumas in Mulsanne nach einem Verbremser an den Reifenstapeln an Der Anschlag fällt zum Glück glimpflich aus und so kann er den Weg zurück an die Box nehmen.

Der Pegasus Morgan erleidet einen Reifenschaden und ist nun schwer qualmend langsam auf dem Weg zurück an die Box. Kurz nachdem der Morgan in der Box ankommt, strandet der Krohn Racing Ligier mit Joao Barbosa einige 100 Meter hinter Tertre Rouge nach einem Elektronikproblem ohne Vortrieb, kann aber später noch einmal gestartet werden und an die Box zurück kehren.

 Der Stand nach 7 1/2 H kann wie folgt rapportiert werden:

Platz Nr Auto Klasse Marke Team Land Abstand Stopps
1 17 GT3 LMP1 Porsche Porsche Team Deutschland 119 Rd. 8
2 7 GT3 LMP1 Audi Audi Sport Team Joest Deutschland 18s 9
3 9 GT3 LMP1 Audi Audi Sport Team Joest Deutschland 33s 9
4 19 GT3 LMP1 Porsche Porsche Team Deutschland 67s 9
5 18 GT3 LMP1 Porsche Porsche Team Deutschland 118 Rd. 9
6 8 GT3 LMP1 Audi Audi Sport Team Joest Deutschland 56s 9
7 2 GT3 LMP1 Toyota Toyota Racing Japan 117 Rd. 8
8 1 GT3 LMP1 Toyota Toyota Racing Japan 114 Rd. 8
9 12 GT3 LMP1 Oreca Rebellion Racing Schweiz 113 Rd. 10
10 13 GT3 LMP1 Oreca Rebellion Racing Schweiz 111 Rd. 10
11 47 GT3 LMP2 Oreca KCMG Hong-Kong 109 Rd. 9
12 48 GT3 LMP2 Oreca Murphy Prototypes Irland 108 Rd. 9


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Für die Larbre-Corvette ist das Rennen inzwischen beendet. Ein Getriebeschaden muss hier vermeldet werden. 

Just als der Kampf um die Führung zwischen dem Porsche von Mark Webber und dem Audi von Fässler wieder heiss wird, wird von der Rennleitung eine 1min Stop & Go für Webber wegen Überholens unter gelb verkündet. Das wirft den bis dato führenden roten Porsche empfindlich zurück.  Auch der bislang führende LMP2, der KCMG-Oreca wird mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Der Vorsprung auf den TDS-Oreca schmilzt auf unter einer Minute.

Als Webber zum Strafstopp reinkommt, wird auch Fässler im #7 Audi an die Box gelotst. Hülkenberg im Porsche #19 übernimmt vorübergehend die Führung. Eine Runde nach dem Strafstopp wird Timo Bernhard an das Steuer der #17 gesetzt. Der Wagen fällt auf P4 zurück.

Ein weiterer Blick in den Stand der GT-Teams zur 9h-Marke: 

Platz Nr Auto Klasse Marke Team Land Abstand Stopps
22 99 GT3 GTE-Pro Aston Martin Aston Martin Racing Gross-Britannien 119 Rd. 8
24 64 GT3 GTE-Pro Corvette Corvette Racing USA 35s 8
25 91 GT3 GTE-Pro Porsche Porsche AG Team Manthey Deutschland 51s 8
27 51 GT3 GTE-Pro Ferrari AF Corse Italien 118 Rd. 8
28 98 GT3 GTE-Am Aston Martin Aston Martin Racing Gross-Britannien 36s 8
30 83 GT3 GTE-Am Ferrari AF Corse Italien 114s 7
31 72 GT3 GTE-Am Ferrari SMP-Racing Russland 185s 8
33 77 GT3 GTE-Am Porsche Dempsey-Proton Racing Deutschland 117 Rd. 7
34 62 GT3 GTE-Am Ferrari Scuderia Corse USA 116 Rd. 8
35 53 GT3 GTE-Am Dodge Riley Motorsports USA 97s 8
36 55 GT3 GTE-Am Ferrari AF Corse Italien 154s 8
37 66 GT3 GTE-Am Ferrari JMW Motorsport Gross-Britannien 196s 7

In der GTE-Pro übernimmt Richard Lietz 40 Minuten nach Mitternacht P2 von der Corvette von Oliver Gavin. Vorne führt Ritchie Stanaway weiter im rot-gelben #99 Aston.

Die Nissan-Probleme häufen sich. Nun ist die #21 mit Pilot Matsuda auf der Hunaundiers mit 3 Rädern unterwegs, nachdem er sein rechtes Vorderrad nach einem Kollaps der Aufhängung verloren hat. Wenig später strandet der frontangetriebene Wagen, der nun nur noch ein Frontrad hat nach einem Dreher in Arnage. Derweil schnuppert an der Spitze der #9 Audi von René Rast erstmals Führungsluft.

Für den mit Schrittgeschwindiglkeit um den Kurs humpelnden GT-R LM wird eine Slow Zone geschaltet. Allerdings strandet die #21 nur nach kaum 100m am nächsten Posten. Hier ist für den ersten der Nissan das Rennen entgültig beendet. Wenig später kommt die Bestätigung als 7.Ausfall des Rennens.

Der in der GTE-Am zweitplazierte AF Corse Ferrari muss für die Behebung eines Problems länger in der Box behandelt werden.

20 Minuten nach der 10h-Marke schlägt der 5.plazierte Porsche #18 von Neel Jani in Mulsanne erneut an den Streckenbegrenzungen an. Jani muss aus dem Kies freigeschleppt werden fährt aber danach weiter in die Box zum Check. Dort übernimmt Marc Lieb das Auto.

Nach einem Off von Jon Fogarty des #31 ESM-Ligiers schlägt der Wagen in den Porsche-Kurven an und kommt mit einem Frontschaden zurück in die Box.

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Kurz nach diesem Zwischenstand strandet der SARD-Morand-Morgan kurz nach Indianapolis auf der Strecke. Der Wagen raucht leicht. Da auf der Beifahrerseite gearbeitet wird ist zu vermuten das ein Defekt an der Motor-Elektronik vorliegt.

Aston führt beide GTE-Klassen an. Ganz vorne liegen der #19 Porsche und die Audi #9 und #7 noch in Schlagdistanz. Die bisher zurückgelegte Renndistanz lässt keinen neuen Distanzrekord vermuten. Der steht bei 397 Runden (2010). Als um 3 Uhr morgens die Rennhalbzeit erreicht wird stehen für den führenden Porsche von Nick Tandy 192 Runden auf dem Tacho - und es droht zudem noch Regen.


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