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News vom Freitag

Aston Martin ist angesichts der Performance der Autos natürlich einer der am meisten diskutierten hersteller. Viele Fans vetreten die Ansicht man hätte angesichts der offensichtlichen Schwächen der Autos den Einsatz komplett abblasen sollen. Das sehen die direkt beteiligten natürlich anders. Christian Klien: "Es ist nicht so sehr die Schwäche des Autos. Der Wagen ist von der Strassenlage her schon gut. Das merken wir im Bereich der Porsche Kurven bis zur Ford Schikane, wo wir recht gut den Aschluss an die Peugeot und Audi halten können. Es ist rein die Schwäche des Motors. Der entwickelt einfach zu wenig Leistung. Die fehlt uns auf den langen Geraden und da können wir noch nicht einmal mit den GTE mithalten."

Stefan Mücke bläst ins gleiche Horn: "Derzeit bekommen wir regelmässig neue Ausbaustufen des Motors. Beim Testtag haben wir Probleme mit der Innenbeschichtung der Zylinderbuchsen gehabt. Diese waren vorher schon einmal aufgetreten aber erst die zweite Änderung der Buchsen scheint nun Besserung zu bringen. Nun testen wir immer wieder neue Anbauteile so das man noch nicht von einem fertigen Paket sprechen kann das einmal einen hinreichenden Longrun gehabt hätte. Was man zumindest von der Chassisseite her merkt ist das der Wagen gutmütig zu fahren ist und gut liegt, sofern man das mit der begrenzten Leistung des Autos erfahren kann.
Klar hätte man entscheiden können vielleicht in diesem Jahr noch einmal den Lola-Aston an den Start zu bringen um um die Benziner-Pole mitfahren zu können. Doch das hätte Entwicklungskapazitäten vom AMR-One abgezogen die wir als kleiner Hersteller mit begrenztem Budget nicht hätten stemmen können. Die Entwicklung hätte sich noch weiter verzögert und man wollte lieber den neuen Wagen schneller zur Rennreife zu bringen."

Teamchef George Howard Chappel verteidigt die Entscheidung für den Reihen-6-Zylinder: "Auch ein V8-Konzept stand zur Diskussion, aber wir wollten nicht einen potentiellen Serienmotor sondern ein reines kompromissloses Renntriebwerk ohne Serienintention bauen. Dieses ist nun aufgrund der späten Entscheidung für den Bau noch in der Test und Entwicklungsphase und die müssen wir erst mal durchstehen. Wir rufen derzeit erst 80% der potentiellen Leistung ab und tasten uns mit jeder Ausbaustufe weiter ans Limit heran."

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Der Deutsche Pierre Ehret ist mit seinem Ferrari einer der Konkurrenten des Gulf-Piloten Goethe. Mit Startplatz 53 fällt das Qualifyingergebnis eher bescheiden aus, was auch seine Gründe hat. Zwischenzeitlich lag der Ferrari in der letzten Qualifyingsitzung auf Rang 3 der GTE-Am-Kategorie. „Dann hat leider der Shaun einen Dreher gebaut und ist von einem blauen Porsche – wir wissen leider nicht welchem - getroffen worden. Wir haben die Schäden zwar noch reparieren können aber die Zeit hat uns dann auch gefehlt. In der Nacht habe ich meinen Kollegen dann überwiegend das Lenkrad überlassen damit sie sich mehr mit der Strecke vertraut machen konnten.“

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Bei RML veröffentlicht Mike Newton Onboardaufnahmen seines Unfalls in Spa. Die datenaufzeichnungen belegen das der HPD des teams mit 40g in die Leitschienen eingeschlagen war. Nun die kompletten Sicherheitseinrichtungen am Wagen verhinderten schlimmere gesundheitliche Folgen für Newton. Da das Monocoque zu beschädigt war, borgte sich das Team das noch existierende Andretti-Green Chassis aus den USA, das man nach Le Mans zurück geben wird, um das eigene reparierte Auto wieder in Empfang zu nehmen.


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In einem der Kundenteams von Aston fährt der Deutsche Pilot Roald Goethe auf dem Gulf AMR Middle East Aston sein erstes Le Mans Rennen aus. Der gebürtige Hamburger lebt mittlerweile in London und  Dubai, wo er Fabien Giroix kennen lernte. Der Zugang zum Rennsport bekam er über das Sammeln von Gulf-Rennwagen, von denen der Geschäftsmann mittlerweile über ein Dutzend sein Eigen nennt. Aus einer Wette heraus begann er bei den 24h von Dubai in einem Renault Clio mit dem Rennsport, um seine Wagen auch mal bei historischen Rennen adequat bewegen zu können. Nach dem Clio erfolgte der Umstieg in den Lamborghini bei den 24h von Spa und nun den Aston mit dem man den Intercontinental Cup angeht.

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Bei BMW gibt der scheidende Sportchef Mario Theissen einen Ausblick in die Zukunft des M3 - soweit bekannt. "Werksseitig werden wir den GT2 nicht mehr in der Le Mans Rennszene einsetzen. was genau die Pläne sind wird sich erst Ende des Jahres entscheiden. Ich könnte mir vorstellen das die 7 existierenden Chassis, die nun alle nach der selben ACO-konformen Spezifikation aufgebaut sind, an interessierte Kundenteams abgegeben werden könnten, die dann den Einsatz übernehmen. Wir müssen freie Kapazitäten für die DTM schaffen, weswegen auch Schnitzer nicht mehr als potentielles Einsatzteam zur verfügung stehen würde. Neben dem GT2 haben wir aber auch den Z4 GT3 und den M3 GT4 als sich gut verkaufende Kundensportwagen im Programm."

Zwischen den Zeilen klingt da ein Ende des M3-GT2 an. Aber vielleicht kommt es ja doch ganz anders, da zumindest ein Teamchef aus der GT1- und GT3-Szene am späten Mittag in intensiven Gesprächen mit Theissen und dem neuen Sportchef Jens Marquart gesichtet wird.  

(c) GT-Eins.dePatrick Dempsey ist zwar dieses Jahr nur zu Demorunden mit dem 1991 siegreichen Mazda Gruppe C vor Ort. Doch der Auftritt des populären TV-Schauspielers und passionierten Racers hat einen Grund. Er will 2012 Mazda als Motorenhersteller in die LMP2 an die Sarthe zurückbringen. Einzig Mazda Europa soll sich dem inoffiizellen Vernehmen nach nochzieren das Angebot über die Gratis-PR des Schauspielers anzunehmen.

Auf dem Hope Pole Vision Oreca musste Jan Lammers am Vortag frühzeitig Schluss machen. Der mit 20 Einsätzen aktuell erfahrendste Pilot wird von der einheimischen Fangruppe dennoch frenetisch gefeiert. "Wir hatten ein konventionelles Problem am Motor - nicht am Hybridsystem. Beim Triebwerk handelt es sich um einen Lehmann-Motor. Den müssen wir erst mal zum Zusammenspiel mit unserem Flywheel-system bewegen.


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