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2. Rennhälfte GT

(c) GT-Eins.de

Bruni hat trotz der Stop&Go den Anschluss an die beiden Porsches halten können. Die fliegen im Parallelflug um die Strecke. Aston scheint bei dieser Runde ohne Chance zu sein.  Darren Turner kassiert zu allem Überfluss auch noch eine Stop & Go als er den LMP-Porsche in der Hairpin unter Gelb überholt.

Beim Porsche-Werksteam haben Fred Makowiecki und Marco Holzer schwierige Stints hinter sich. "Du hast permanent leichten Regen gehabt, der mal stärker und mal schwächer war. Dadurch haben sich ständig die Streckenverhältnisse geändert." erklärt Mako. "Wir waren die ganze Zeit auf Slickreifen. Das hat die Sache nicht einfacher gemacht" ergänzt Holzer. 

Bei Proton übernimmt Klaus Bacheler von Christian Ried, der den Wagen wieder auf P4 vorgefahren hat. Kahled Al Qubaisi ist eher unglücklich über seinen ersten WM-Stint "Wir haben Regenreifen aufgezogen und dann hat es wieder abzutrocknen begonnen. Um nicht bei einem zusätzlichen Stop mehr Zeit zu verlieren bin ich auf den falschen Reifen draussen geblieben. Das hat uns mindestens 40 s gekostet." Das Team widerspricht dem WM-Neuling: "Als Khaled seinen Stint begann hat es stark geregnet, von daher waren die Wets die richtige Wahl", erklärt Christian Ried. "Wir haben ihm gefunkt das er er ruhig angehen soll, schliesslich war dies sein erster Stint im Regen in einem GTE-Auto."

Dann setzt der Regen wieder stärker ein. Erstes Opfer wird Mark Griffin in Stowe der seinen Ram-Racing Ferrari in den Kies setzt. Pilot MacDowall hat im #99 Aston einen mehrfachen Dreher, schafft es aber ohne anzuschlagen wieder auf die Strecke zurück. Der Wagen ist eh als letzter in der GTE-Pro-Klasse unterwegs.

Besser läuft es für Aston in der GTE-Am-Klasse: Nicky Thiim und Pedro Lamy haben die beiden Am-Astons dort mittlerweile in Führung gefahren.  Eine Stunde vor dem Rennende haben wir folgenden Zwischenstand bei den GT:

Platz Nr Auto Klasse Marke Team Land Runden Stops
7 91 GT3 GTE-Pro Porsche Porsche AG Team Manthey Deutschland 139 Rd. 7
8 92 GT3 GTE-Pro Porsche Porsche AG Team Manthey Deutschland 18s 6
9 51 GT3 GTE-Pro Ferrari AF Corse Italien 62s 7
10 97 GT3 GTE-Pro Aston Martin Aston Martin Racing Gross-Britannien 93s 8
11 71 GT3 GTE-Pro Ferrari AF Corse Italien 138 Rd. 5
12 52 GT3 GTE-Pro Ferrari RAM Racing Gross-Britannien 8s 6
14 99 GT3 GTE-Pro Aston Martin Aston Martin Racing Gross-Britannien 136 Rd. 5
15 95 GT3 GTE-Am Aston Martin YD-Aston Martin Racing Gross-Britannien 106s 6
16 98 GT3 GTE-Am Aston Martin Aston Martin Racing Gross-Britannien 118s 6
17 81 GT3 GTE-Am Ferrari AF Corse Italien 135 Rd. 6
18 88 GT3 GTE-Am Porsche Proton Competition Deutschland 134 Rd. 6
19 53 GT3 GTE-Am Ferrari RAM Racing Gross-Britannien 40s 6

Das 10-Jahres-Jubiläum des Aston-Werksteams fällt sogar noch erfolgreicher aus: In der Am-Wertung fahren die beiden Aston einen vor dem Rennen nicht gerade erwarteten Doppelsieg ein. Thiim/Poulsen/Heinemeier-Hannson haben auf dem YDAMR-Vantage dank besserer Reifenstrategie die Nase knapp vor dem Bamboo-Craft-Wagen vorne. "gegen Ende des Renenns häten beide Teams noch einmal einen Splash & Dash einlegen müssen, dann wäre es um den Sieg eng geworden. Die Rote Flagge hat uns gerettet" enthüllt uns Nikki Thiim.

Nach dem Unfall von Audi-Pilot Treluyer zu Rennmitte wird das Safetycar auf die Strecke geschickt. Bei den Pro-Teams führt Bergmeister vor Holzer, Bruni und dem eine Runde zurück liegenden Mücke. Die GTE-Am führt der AF-Corse Ferrari #81 vor den beiden Aston von Nygaard und Heinemeier-Hanssen an.

Beim Boxenstop geht nun auch der #51 Ferrari von AF Corse kurz in Flammen auf. Die Crew löscht den Wagen umgehend. 20 s Rückstand handelt sich Bruni so auf die beiden Porsche an der Spitze ein.

Wing

Nach dem Restart kassiert 8-Star-Pilot Potolicchio die 3. Stop& Go wegen Überschreitung des Boxengassenlimits in Folge. Der Prospeed-Porsche fällt derweil mit einem gebrochenen Differential aus.

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Enzo Potolicchios 8-Star Ferrari ist unterdessen mit einem Antriebswellenschaden auf der Strecke ausgerollt. Bei Porsche wird Patrick Pilet von seinem Renningenieur wegen zu forscher Fahrweise im Regen verwarnt  - und rutscht prompt in Becketts von der Strecke.

Safetycar wegen der Wetterkonditionen: Pilet kann als letzter vor dem Schliessen der Boxengasse regulär zum Stop hereinkommen. Doch Fred Makowiecki kann dadurch die Führung in der Klasse übernehmen. Auch Bruni kommt noch mal in die Box um sich passendere Reifen abzuholen.

Diese Entscheidung des Porsche-Teams sichert Lietz/Holzer/Makowiecki den Rennsieg - denn das Rennen wird 25 Minuten vor dem offiziellen Ende abgebrochen. Bergmeister, Pilet und Tandy bleibt nur P2. AF Corse hat im Regen das Tempo der Porsche nicht mitgehen können und ebenfalls zum falschen Zeitpunkt einen Stopp eingelegt. Damit kann Aston in der Klasse ein unerwartetes Podium einheimsen. 

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