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GT-Eins
Der Freitag

40 Teams sind es die am Ende zum 42.ten 1000km Rennen am Nürburgring auftauchen. Der Pro GT by Almeiras-Porsche ( der letzte Porsche auf der Nennliste!) und der chinesische Brothers Racing Audi verschwinden noch von der Liste. Dafür bringt AF Corse einen zusätzlichen Ferrari für Laursen/Castellacchi und Marco Seefried an den Start.

Bei Emil Frey Racing muss man durch die Abwesenheit von Lorenz Frey und die damit verbundene Verpflichtung von Jonathan Hirschi in die Pro-Klasse wechseln. Ein weiterer Wechsel wird in der PAM-Klasse verzeichnet, dort starten Karim Ojjeh und der Belgier Oliver Grotz ab sofort auf einem Z4 GT3 und damit in der GTR-Kategorie. Das Auto ist ein von Schubert Motorsport für dieses Wochenende gemieteter Wagen mit dem das Boutsen Team die Optionen für die kommende Saison ausloten will.

BMW

audi Race exp

Einen zweiten Gaststart in der Meisterschaft wagt das britische Triple 888 Team.Die Mannschaft besitzt 3 Z4 GT3, setzt aber am Ring nur ein Auto in der Pro-Klasse für das britische Trio Firth/Hughes/Sims ein. Für das kommende Jahr plant die britische Truppe ein Doppel-Programm aus britischer GT und einer vollen BES-Saison.

Wieder in der Pro-Klasse ist der Emil Frey Jaguar am Start. Freddy Barth erläutert uns Details zum Einsatz: "Seit dem letzten Einsatz in Spa wurde der Wagen noch einmal komplett revidiert. Wir haben im Laufe der Saison den Antriebsstrang gründlich überarbeiten müssen und auch in der Elektrik gab es einige Schwachstellen zu beseitigen. das hat unseren Zeitplan etwas in Verzug gebracht. In Spa waren wir etwas enttäuscht von dem mangelnden Speed und leider hat auch ein Ausfall uns dort wieder gestoppt." Details zum Programm 2015 kann Barth noch nicht preisgeben. "Da ist noch zu viel in der Schwebe. Es gibt nach wie vor nur ein Auto des XJK GT3. Wir sind noch in Gesprächen mit Jaguar aber es ist kein Geheimnis, das die lieber eine Entwicklung des F-Type zu einem Rennmodell sehen würden."

Kessel Racing Pilot Freddy Barth hat gute News zu seinem verunfallten Kollegen Marcus Mahy im Gepäck: "Markus ist in dr Reha in Grossbritannien und peilt eine vollständige genesung von seinem schweren Unfall in Spa an. Er denkt schon an eine Rückkehr hinter das Steuer die er in der kommenden Saison absolvieren will."

(c) GT-Eins.de

Den am Abend anstehenden Bronzetest nutzen auch einige der Pro-Teams, so Triple 888 und das Emil Frey Team für zusätzliche Runden. Amsonsten sind alle Pro-Am Mannschaften und die GTR-Teams auf der Strecke unterwegs. Insgesamt 28 Mannschaften lassen Zeiten in der Session notieren.

Mit einer 1:58,261 ist das Roal Motorsport-BMW-Trio Comandini/Amos/Colombo am schnellsten in der einstündigen Session unterwegs, die bei besten Wetter-Bedingungen abgehalten wird. Das Kessel-Racing Trio Broniszewski/Bonacini/Frezza folgt mit 0,787s Abstand. Als Dritte wird das Leonard Motorsport Aston-Trio Wilson/Leonard/Meadows notiert.

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Auf Rang 4 folgt schon der schnellste GTR-Wagen - der GT-Corse-Ferrari auf dem Alexander Mattschull auf frischen Reifen mit einer 1:59,die schnellste Zeit notiert. Pierre Ehret ist skeptisch: "Ich muss mich anscheinend erst mal einschiesssen. Die Zeiten meiner Teamkollegen sind hier ein wenig schneller."

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Ebenfalls neu ist das GT Russian Team von Pilot Alexey Vassiliev. Der russische GT-Pilot, den einige bestimmt noch aus FIA-GT und LMS-Tagen von seinen Einsätzen auf dem Freisinger Porsche her kennen, ist nun in die Riege der Teambesitzer aufgestiegen und will mit einem 2 Wagen-Mercedes-Team die Szene aufmischen. "Wir haben dieses Chassis hier gekauft und wollen damit die 1000km, die Blancpain Sprint Runde in Zolder, die Gulf 12h und die 24h von Dubai bestreiten. Für die kommende Saison steht ein 2 Wagen-Einsatz in der kompletten Blancpain-GT-Serie - Sprint und Endurance - auf dem Plan" erzählt uns Vassiliev.

Als Teammanager hat sich Vassiliev einen guten deutschen Bekannten ausgesucht. Wolfgang Koepp steht für die Organisation der Mannschaft bei ihren ersten Einsätzen gerade. "Das ganze Projekt ist erst vor 4 Wochen aus der Taufe gehoben worden. Wir haben uns zuerst mal ein ex Seyffarth-Chassis gekauft. Die Mechaniker-Crew hier ist gemischt deutsch-russisch. Bis zu den nächsten Läufen, wobei Zolder noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist, werden wir noch etliches aufbauen und besorgen müssen." Als Co-Piloten stehen der schnelle Este Marko Asmer und Karim AlAzhrahi am Ring parat.

Ein weiterer Gaststarter ist das deutsche Audi Race experience Team. Die deutsche Mannschaft setzt einen R8 für die DTM-Piloten Nico Müller und Rahel Frey und den 6 fachen Schweizer Ski-Weltmeister Didier Cuche ein.

BMW

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Das GT-Corse by Rinaldi Racing Team ist wie bereits vor 2 Wochen von Marco Seefried angekündigt nur mit einem Auto präsent. "Die beiden Autos sind vorsichtig umschrieben in Spa etwas in Mitleidenschaft gezogen worden - im Ernst: Wir haben nur noch wenige Teile aus beiden Wracks verwenden können" erklärt Teammanager Danny Pfeil. Pierre Ehret wird da schon präziser. "Zwar wird mein Wagen wieder aufgebaut werden können, das Chassis ist allerdings zum Lauf hier nicht rechtzeitig fertig geworden. Daher fahren wir hier mit einem Mietwagen von AF Corse." Pfeil sieht die Titeljagd in der Am-Klasse ganz entspannt: Bei 22 Punkten Rückstand stehen wir nicht unter Druck. Denn es liegt an der AF-Corse Mannschaft zu beweisen das sie den Vorsprung halten kann. Die müssen dazu mindestens 6.ter werden. Wir können das Rennen somit ganz entspannt angehen, denn zu verlieren haben wir nichts mehr!"

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BMW

Karim Ojjeh ist am Ende mit seinem BMW trotz ausbaufähiger Zeiten voll zufrieden. "Endlich hab ich wieder Vertrauen in mein Auto. Eigentlich hatte ich ja schon letztes Jahr vorgehabt auf den BMW zu wechseln. Nach dem Test des Updates des McLaren mit seiner besseren Fahrbarkeit habe ich aber beschlossen es noch ein Jahr mit dem Chassis zu versuchen. Doch der Unfall in Spa hat dann das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht. Ich war dort nach dem Restart auf kalten Reifen und mit vollem Tank wirklich vorsichtig mit kaum halb durchgedrückten Gaspedal in die Radillion gegangen als der Wagen urplötzlich ausbrach und in die Reifenstapel krachte. Auf dem Telemetrieausdruck haben wir dann gesehen das das Gaspedal-Potentiometer schlagartig für eine Millisekunde auf volle Leistung geschaltet hatte, was dazu führte das plötzlich 400Nm an den Hinterrädern anlagen. Da hab ich dann entgültig gesagt 'Dankeschön; das wars!' und das Chassis zurückgegeben.

Der BMW kommt hier mit seiner Aerodynamik und dem Abtrieb meiner LMP-geprägten Fahrweise viel besser entgegen als der McLaren der anfangs sehr spitz abgestimmt war und nur auf die Leistung vertraute. Ob ich den Z4 bei den Gulf12h einsetzen werde weiss ich noch nicht. Wahrscheinlicher ist ein zweiter Einsatz bei der GT-Open Runde in Le Castellet, wo wir schon mal Daten für das 1000km-Rennen im kommenden Jahr sammeln wollen."


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