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Doerr Motorsport

Rennstart & die ersten 6h

Auch wenn die Gerüchte nicht abreissen wollen: Farnbacher Racing bekommt für den Rennstart definitiv keine zusätzlichen Kilos verpasst. Dominik Farnbacher wird das 202 Wagen starke Feld unbelastet in das Rennen führen dürfen. Dafür darf das gesamte GT3-Feld 25kg ausladen. Und der Hybrid-Porsche bekommt im Gegenzug einen 1mm grösseren Restriktor zugestanden. Gottlob findet sich noch ein USB-Stick auf dem die Porsche-Techniker die dafür notwendigen Kennfeld-Modifikationen abgespeichert haben.

Neben den neuen Aston Martin Zagato-Prototypen zeigt auch Mini eine Weltpremiere. Die ersten 2 Mini-Coupes treten noch vor der offiziellen Weltpremiere des Autos auf der kommenden IAA am Ring an. Die Wagen sind weitestgehend serienbelassen und werden vonm Einsatzteam Punkt 1, die auch für die Mini-Challenge verantwotlich zeichnen, an den Start gebracht. Motorsportpläne gibts für den von einem 1,6l-Turbo befeuerten Wagen bislang nicht Dies ist ein one-off Einsatz.

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Dasselbe gilt für den Conti-Force-Team Artega. Der Serienwagen musste nach einem Ausrutscher von Pilot Jochen Krumbach im gestrigen Training über Nacht wieder in Stand gesetzt werden.

Hoffnungen auf eine Zielankunft macht sich auch die Titus Racing LPG-Gas Viper. Das 93 ́er Strassenmodell (kein Oreca-Chassis!) war ursprünglich ein durch Zakspeed eingesetztes Ringtaxi. Länster einsatz waren bislang die vorigen 24h, die allerdings nach einem missglückten Überrundungsvorgang nach 7h endeten. Seitem hat man erst dieses Jahr wieder 3 VLN-Läufe bestritten. 

Bei Mathey-Racing wird man sowohl den RSR als auch den GT3 einsetzen. Wie sich das allerdings über die Renndistanz ausgehen soll wird, da sich die selben 4 Piloten den Wagen teilen, noch zu eruieren sein.   

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(c) GT-Eins.deHinzu kam, dass der BMW M3 GT mit der Startnummer 7 kurz vor 20 Uhr bereits länger in der Box stand, da eine Undichtigkeit im Bereich der Bremsen festgestellt wurde. Für BMW minimierten sich die Chancen innerhalb weniger Minuten Ende der dritten Stunde.

Kurz nach dem Ende der 4. Stunde erwischte es auch den Farnbacher Ferrari 458. Jamie Melo musste einen Aufhängungsbruch hinnehmen. Die Reparatur sollte 50 Minuten und damit alle Siegchancen kosten.

Nach Etwas mehr als 4 Stunden führt der Hybrid-Porsche 997 GT3 R mit Long/Lietz/Bergmeister/Holzer vor dem Mamerow SLS GT3 von Mamerow/Kaffer/Hahne mit ca. 1 Minute Rückstand. Auf Platz 3 folgt ein weiterer Mercedes Benz SLS GT3, der von Black Falcon mit Heyer/Jäger/Bleekemolen/Seyffrath. Auf Platz 4 und 5 folgen der Heico-Mercedes SLS GT3 und der Haribo Porsche 997 GT3.

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Nach 5 Rennstunden setzte sich die Spitzengruppe aus dem Manthey-Porsche #18, dem Mamerow-Mercedes #30, dem Abt-Audi #16, dem Mercedes #22, dem Audi #15, und dem Mercedes #32 zusammen, die alle innerhalb von 2 Minuten zusammen lagen. Der BMW #76 musste schon einen Abriss von weiteren 60s notieren lassen. Der BMW und der führende Manthey-Porsche hatten zu dem Zeitpunkt noch einen Stop weniger (3) als die Konkurrenten absolviert.

In der SP8-Klasse war zur 5.Rennstunde die Führung an den Lexus #88 gefallen der auf Gesamtposition 22 vor dem Aston-Zagato #5 (27.) dem RJN-Nissan #79 (35.) und der #82 Guttroff-Corvette (42.) lag. Übertrumpft wurden die SP8-Wagen nur von den SP8T-Golf die auf den Gesamtpositionen 20 (#135), 21 (#35) und 26 (#235) lagen.


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Am Start auf zunächst feuchter Strecke wurde Ferraripilot Simonsen zunächst von den 3 Mercedes von Mamerow, Thomas Jäger und Lance-David Arnold kassiert. Der Schwede auf dem Ferrari nahm jedoch danach Fahrt auf und kassierte die SLS von Jäger und Arnold noch vor der Nordschleife wieder ein. Arnold konnte im Verlauf der ersten Runde P2 erneut übernehmen. Chris Mamerow beendete die erste Runde als Führender.

Die abtrocknende Strecke bevorteilte die VW Golf die sich mit ihrem Allradantrieb schon nach der ersten Runde in den Top-20 wieder fanden. Die beiden Manthey-Porsche #18 und die #9 (Hybrid) versanken aufgrund des Starts auf Slicks zunächst in den Top-40. Unterdessen kollidierten in der Mercedes-Arena der #1 BMW und der #15 Audi.

Schon in Runde 2 kamen der Führende Mamerow und  fast das gesamte GT3-Feld zum Wechsel auf Slicks in die Boxengasse. Der Audi TT-RS mit der #125 musste zur Reparatur eines Frontschadens durch einen Reifenschaden auf der Döttinger Höhe an die Box kommen.

Eine Runde später erst kam der Hankook-Ferrari an die Box was die beiden auf geschnittenen Slicks gestarteten BMW in Führung brachte (#7 vor #1). Auch der #11 Manthey-Porsche konnte sich den Reifenwechsel bislang sparen. Ein Aufhängungsschaden an der #36 riss den Rowe-Mercedes von Roland Rehfeld schon in Runde 4 aus dem Rennen. Unterdessen musste sich Stuck Sr im Gallardo gegen den annähernd gleich schnellen Golf #35 von Terting wehren.

Erst in Runde #5 fasste die #11 von Manthey-Pilot Lucas Luhr Slicks aus. Die Teamkollegen die auf Slicks gestartet waren hatten sich da schon in die Top-10 vorgefahren. Als in Runde 6 auch die BMW stoppten fiel die Führung zunächst wieder an den Farnbacher Ferrari. Die letzten Boxenstopps aus der Spitzengruppe absolvierten die beiden Manthey-Porsche #18 und #9 von Marc Lieb und Jörg Bergmeister, die sich von Platz 40 und 42 auf die Gesamtränge 3 und 4 vorarbeiten konnten. Lieb kam in Runde 8 als Dritter an die Box. Bergmeister im Hybrid-Porsche als Zweiter eine Runde später.

 

Nach 10 Runden und etwa 95 Minuten Rennzeit ergab sich folgender Zwischenstand:

Der Hankook-Farnbacher Ferrari von Allan Simonsen führte 34s vor den beiden im Infight befindlichen Mercedes #30 und #32  von Chris Mamerow und Lance David Arnold. 50s hinter den beiden gehörten der Haribo-Porsche#8, der Black-Falcon SLS #22, die beiden BMW#7 und #1, der Abt-R8 #16, der Schubert Z4 #76 und der Wochenspiegel Porsche zur erweiterten Verfolgergruppe des Ferraris.


Der P4/5 des Millardär James Glickenhaus lag bisher sicher in den Top 30. Ein Reifenschaden gegen 18.30 Uhr im Bereich Kesselchen zwang den Piloten langsam in die Box zu rollen. Nach einer kurzen Reparaturpause konnte er das Rennen wieder aufnehmen.


Im Laufe der ersten Stunden konnte sich der Lamborghini Gallardo der Stucks sukzessive nach vorne arbeiten. Zur dritten Rennstunde setzen der Hybrid Porsche GT3 R und der Porsche 997 GT3 RSR mit deutlich schnelleren Rundenzeiten zur Aufholjagd auf den führenden Farbacher Ferrari 458 GT2. Da der Hybrid-Porsche 10 Runden bis zum nächsten Boxenstopp fahren kann, scheint es schon bereits zur dritten Stunde, dass ihm seine Effizienz, trotz neuer Einstufung, auch 2011 zum immanenten Vorteil geraten kann.

In der Klasse SP10 führte nach knapp 3 Stunden Darren Turner im Aston Martin Vantage N24 knapp vor dem Eifelblitz, die beiden innerhalb einer Runde zu diesem Zeitpunkt lagen.

Das BMW Z4 GT3 Coupe #169 von Dörr wurde weit zurückgereicht, da er mit einem langsameren Fahrzeug eine Kollison hatte. Die Reparatur wurde in der Box in Angriff genommen. Auch der Audi R8 LMS mit der Startnummer 17 von Abt/Jöns/Mies/Ludwig rollte auf der Grand Prix Strecke wegen Elektronikprobleme aus. Nach Austausch eines Relais wurde er wieder auf die Strecke geschickt.

Olaf Manthey agierte bereits im Vorfeld clever und setzte auf zwei heiße Eisen, den Porsche 997 GT3 R und den Porsche 997 GT3 RSR, jeweils gefahren von Lieb/Bernhard/Dumas/Luhr. In der dritten Stunde dazu auf den Porsche 997 GT3 RSR mit der Startnummer #18 zu setzen und den Porsche 997 GT3 R #11 zurückzuziehen. Der Falken-Porsche 997 GT3 R mit Asch/Ragginger/Henzler/Dumbreck rollte auf der Strecke aus und wurde zurück in Box geschleppt.

Schrecksekunde für BMW-Motorsport und für den Führenden Pedro Lamy in der 23. Runde. In der Anfahrt zum Streckenabschnitt Karussell versuchte Lamy einen Serienwagen zu überrunden und geriet dabei auf den Grünstreifen. Lamy rutschte über die Steilwand hinaus, kollidierte mit dem BMW, welchen er überunden wollte und drehte sich. In diesem Streckenabschnitt blieb ihm nichts anderes übrig als einige Meter gegen die Fahrtrichtung zu fahren und den Umweg über das Gras im Karussell zu nehmen. Mit beschädigtem Unterboden musste Lamy die Box anlaufen. Zur 4. Stunde notierte man die #1 danach auf P12.

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Erneut kam der Hybridporsche nach 29 Runden als letzter Wagen der Spitzengruppe in die Box. Es kristallisierte sich heraus das dies das einzige Fahrzeug war, das 10 Runden mit einer Tankfüllung fahren konnte, während alle anderen nur 9 Runden schafften. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil über die Renndistanz. Doch gegen 20.40 Uhr ereilte den Führenden ein Getriebedefekt. Die #9 machte sich auf den Weg zurück zur Box.


Die Führung fiel damit an Marc Lieb während gleichzeitig Marc Hennerici im #14 Bilstein-Audi mit losem Frontsplitter und spektakulärem Funkenflug die Box ansteuern musste. Allerdings verlor er durch eine Ehrenrunde auf der GP-Strecke 2 zusätzliche Minuten. Dafür gestaltete sich die Reperatur nicht so langwierig wie beim Hybridporsche, bei dem ein Getriebewechsel fällig wurde.

Gegen 20.50 ging auch der Farnbacher-Ferrari wieder zurück auf die Strecke. 50 Minuten und ungefähr 70 Plätze hatte die Reperatur eines Achslenkers hinten rechts gekostet. Unterdessen mussten bei den Privatteams der Kremer-Porsche #52 von Wolfgang Kaufmann und Kollegen einen Kollisionsschaden auf der GP-Strecke in der Box richten lassen. Gleiches passierte dem Eifelblitz GT4, der sich nach Feindkontakt eine Spurstange richten lassen musste.

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Der Falken-Porsche fiel mittlerweile wegen eines Motorwechsels ans Ende der Wertung zurück. Unterdessen arbeiteten sich der Stuck Lamborghini und der Frikadelli-Porsche langsam durch die Top-20 in Richtung Top-10 vor.

Der Manthey-RSR #18 verlor eine halbe Minute beim Boxenstop als die Zapfsäule ihren Dienst verweigerte. Lucas Luhr hatte dafür kein Verständnis: "Wir fahren uns den Arsch ab, und irgend so ein Idiot schaltet die Zapfsäule aus. Das hat uns mindestens 30 bis 35 Sekunden gekostet!"

Die 4. Runde der Boxenstopps endete 5 1/2h nach Rennstart. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine Mercedes-Dreifachführung durch den Mamerow-SLS #30, die 51s dahinter befindliche #22 von Black Falcon und die weitere 30s dahinter liegende #32 von Heico notiert. Den 4.Platz hatte sich überraschend der Z4 GT3 #76 von Schubert erarbeitet, dem 1 Min auf den nächsten Mercedes fehlten. 30s dahinter wurde der Manthey-Porsche notiert. Die Top-10 komplettierten zur 6h-Marke der Audi #16, der BMW #1, der Audi #15, der Audi #14, und der Haribo-Porsche #8.



von Harald Gallinnis, Alexander Müller, Andreas Lutz und Christian Reinsch

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