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Rennen ELMS

Sowohl der IDEC Sport Oreca als auch der Algarve Pro Oreca stehen wider erwarten am Start des Rennens. Somit sind es doch 37 Wagen die am Ende das Rennen aufnehmen. Bei Algarve Pro hat man bis in die frühen Morgenstunden geschraubt um das eigentlich gerissene Chassis doch wieder instand setzen zu können. IDEC-Sport hat ein Ersatzauto besorgen können - hier absolviert das deutsche SPS Automotive Chassis sein inoffizielles Renndebüt. 

Zudem mehren sich die Informationen das der gegen Rennende erwartete Regen sich verspäten könnte. Damit steht nach der Regenschlacht im Vorjahr, die zu einem Rennabbruch mit der roten Flagge führte, nun wieder ein konventionelles Rennen an.  Um 5 vor halb 1 macht sich das Feld auf in die Einführungsrunde. Die Lufttemperatur liegt bei 19°C, der Asphalt hat 17°C

(c) GT-Eins.de

Start! in der ersten Kurve geht bis auf einen Dreher des High Class Orecas am Ausgang der la Source alles gut. Panis Barthez  Pilot Julien Canal fällt bis Les Combes auf P6 zurück, während hinter dem führenden Phil Hanson Duqueine Pilot Pierre Ragues,  Cool Racing Pilot Borga und Bruno Senna im RLR M-Sport Oreca die folgenden Positionen einnehmen. In der LMP3 führt David Droux im Realteam-Norma und in der GTE Lavergne im Luzich Racing Ferrari vor dem Dempsey Proton-Porsche.

In Runde 3 macht Constantin Schöll einen Platz gegen Christian England im United-Ligier LMP3 gut und verbessert sich auf Rang 11 der LMP3. Teamkollege Martin Hippe ist weiter vorne auf P6 unterwegs. In der LMP2 ist derweil Roman Rusinov im G-Drive Aurus auf P8 zurück gefallen. In der GTE heftet sich derweil im Kampf um Rang 2 Kessel Racing Pilot Pianezzola an das Heck des #77 Proton-Porsche von Christian Ried und kann ihn in Runde 5 überholen.

Will Owen im #32 United Oreca erobert Gesamtrang 5 auf Les Combes von Bruno Senna im RLR Oreca. Ausgangs Eau Rouge hat Constantin Schöll einen Big Moment in Radillion, kann den Wagen aber glücklicherweise abfangen.

Der #27 IDEC-Sport Ligier kommt  mit einem schleichenden Plattfuss an die Box und fährt in Runde 7 nach einer Minute wieder los.  Christian Ried verliert in La Source derweil einen weiteren Platz an Michelle Gatting im #83 Kessel Racing Ferrari. Roman Runinov wird nun schon vom Ligier von Panis-Barthez-Pilot Konstantin Tereschenko überholt, der P9 übernimmt. Doch der ist eine Runde später sehr langsam in Bruxelles unterwegs als die Elektrik an seinem Wagen den Geist aufgibt. Er kann den Ligier jedoch wieder in Gang bringen und an die Box zurück kehren wo er für 62 s an der Box steht und dann wieder los fährt.

Der Stand nach 35 Minuten:

Platz Nr Auto Klasse Team Land Marke Runden
1 22 GT3 LMP2 United Autosports Gross-Britannien Oreca 15 Rd.
2 30 GT3 LMP2 Duqueine Engineering Frankreich Oreca 1s
3 37 GT3 LMP2 Cool Racing Schweiz Oreca 5s
4 21 GT3 LMP2 Dragonspeed USA Oreca 6s
5 32 GT3 LMP2 United Autosports Gross-Britannien Ligier 8s
6 39 GT3 LMP2 Graff Racing Frankreich Oreca 18s
7 43 GT3 LMP2 RLR Msport Gross-Britannien Oreca 23s
8 28 GT3 LMP2 IDEC Sport Frankreich Oreca 23s
9 26 GT3 LMP2 G-Drive Racing Russland Oreca 37s
10 23 GT3 LMP2 Panis Barthez Competition Frankreich Oreca 38s
11 20 GT3 LMP2 High Class Racing Daenemark Oreca 43s
12 34 GT3 LMP2 Inter Europol Competition Polen Ligier 52s
13 31 GT3 LMP2 Algarve Pro Racing Portugal Oreca 53s
14 35 GT3 LMP2 BHK Motorsports Gross-Britannien Oreca 69s
15 25 GT3 LMP2 Algarve Pro Racing Portugal Oreca 69s

(c) GT-Eins.de

In Runde 20 wird das Rennen nach 13 Minuten unter gelb wieder freigegeben. Pierre Ragues im Duqueine Oreca führt nun vor Antonin Borga im Cool Racing Oreca und dem Dragonspeed Oreca von Hendrik Hedman. Phil Hanson ist im United Oreca #22 auf P4 zurück gefallen. Borga leistet sich in Stavelot in der Courbe Paul Frere einen Dreher und verliert P2. Hedmann kann die Piloten hinter sich nicht halten und so übernehmen  die beiden United Autosport Orecas die Plätze 2 und 3. Als bester Ligier LMP2 ist derweil inter Europol-Pilot Jakub Smiechowski auf Platz 8 unterwegs.

In der LMP3 erobert Colin Noble im #7 Nielsen Racing Norma P2 von M-Racing Fahrer Lucas Legeret. 3 Norma liegen zu diesem Zeitpunkt , genau eine Stunde nach dem Rennstart , an der Spitze der Klasse. Smiechowski muss derweil Borga im #37 Cool Racing Oreca und van Uitert im #26G-Drive Aurus vorbei lassen. 

(c) GT-Eins.de
Paul Loup Chatin kann sich auf dem Weg zwischen La Source und Eau Rouge P3 von Will Owen in der #32 holen. Im Kampf um die LMP3-Führung fährt der zweitplazierte Colin Noble mit dem #7 Nielsen-Norma dem führenden Realtime Norma von David Droux hinter Radllion auf dem Weg rauf zur Kemmelgerade aufs Heck und beschädigt dessen Radkasten. In der 36. Runde beginnt das Gros der LMP2 die 2. Boxenstoprunde....

Beim 2. Stop ist Paul Lafargue in den IDEC-Sport Oreca eingestiegen. Filipe Alburquerque hat den United Autosport Wagen #22 übernommen und führt nun vor Lafargue und dem Duqueine Oreca. In den Inter europol-Ligier, der nun auf P10 liegt, ist derweil Matthias Beche eingestiegen.

Noble im Nielsen Wagen muss wegen der Kollision mit dem Realtime Norma eine Stop & Go Strafe absitzen.

Im #14 Inter-Europol-Ligier hat sich Constantin Schöll schon auf Rang 5 verbessert. Jens Petersen liegt davor im Euro-International-Ligier auf Rang 4 und Martin Hippe ist auf Rang 9 unterwegs. Die Führung der LMP3 hat nach Nobles Strafe erneut David Droux im Realtime-Norma übernommen. Im Kampf um P3 in der GTE setzt sich der Spirit of Race Ferrari von Duncan Cameron gegen den von Lu Wei bewegten JMW-Ferrari durch. Weiter vorne erobert Richard Bradley P2 von Paul Larfargue.

Einen Dreher in der Courbe Paul Frere muss Manuela Gostner im Kessel Ferrari #83 verzeichnen. Schölls reifen im #14 Inter-Europol-Ligier scheinen nun hin zu sein. Er verliert einen weiteren Platz an Wayne Boyd im #2 United Ligier und ist nun nur noch 7.ter.

(c) GT-Eins.de
Jens Petersen erläutert uns später: "Ich habe zuerst gedacht das ich viel zu langsam unterwegs wäre, weil ich 2-3s unter den Zeiten geblieben bin die wir hier beim testen erzielt haben. Aber offensichtlich hatten heute alle LMP3-Teams Probleme mit den Reifen. Teilweise haben die beim Untersteuern so gerattert, das ich jederzeit mit einem Reifenschaden gerechnet habe."  

(c) GT-Eins.de

(c) GT-Eins.de
Bruno Senna rutscht in seiner 15.Runde in Stavelot von der Strecke. Er macht in der Folge eine Berührung des IDEC-Sport Orecas für das Off verantwortlich. Senna steckt in den Reifenstapeln und löst die erste SC-Phase aus. Der zweitplazierte #60 Kessel-Ferrari von Pianezzola bekommt gleichzeitig wegen konstantem Überfahrens der Streckenbegrenzungen eine 10s Zeitstrafe auf den nächsten Boxenstop aufgeschlagen. Unter dem SC stoppt nun das gesamte LMP2 Feld zum ersten Mal. Auch Euro-International-Pilot Mikkel Jensen kommt an 2.Stelle liegend in die Box und übergibt an Jens Petersen, ebenso wie Constantin Schöll, der aber am Steuer bleibt, und der #8 RLR M-Sport Ligier.

Senna wird mittlerweile geborgen und kann mit 2 Runden Rückstand dem Feld hinterher eilen. Sämtliche GTE haben übrigens auch gestoppt. Hier führt der Luzich Ferrari weiter vor dem nun 2.plazierten Spirit of Race Ferrari und dem #77 Porsche von Ried.  Weitere LMP3 stoppen ebenfalls. Nicht verfrüht rein kommen die LMP3 #9, #19, #7, #13, #8 und #10. 

(c) GT-Eins.de
Nach etwa eine Stunde stoppen die 6 LMP3 die bislang noch nicht an der Box waren.

Kurz vor der 2. Runde der Boxenstopps - Algave Pro John Flab kommt als erster nach 31 Runden rein - sieht es an der Spitze des Feldes wie folgt aus:

Platz Nr Auto Klasse Team Land Marke Runden
1 30 GT3 LMP2 Duqueine Engineering Frankreich Oreca 31 Rd.
2 22 GT3 LMP2 United Autosports Gross-Britannien Oreca 4s
3 32 GT3 LMP2 United Autosports Gross-Britannien Ligier 7s
4 28 GT3 LMP2 IDEC Sport Frankreich Oreca 8s
5 39 GT3 LMP2 Graff Racing Frankreich Oreca 11s
6 23 GT3 LMP2 Panis Barthez Competition Frankreich Oreca 18s
7 20 GT3 LMP2 High Class Racing Daenemark Oreca 23s
8 37 GT3 LMP2 Cool Racing Schweiz Oreca 29s
9 26 GT3 LMP2 G-Drive Racing Russland Oreca 30s
10 34 GT3 LMP2 Inter Europol Competition Polen Ligier 35s
11 21 GT3 LMP2 Dragonspeed USA Oreca 58s
12 25 GT3 LMP2 Algarve Pro Racing Portugal Oreca 67s
13 24 GT3 LMP2 Panis Barthez Competition Frankreich Ligier 95s
14 35 GT3 LMP2 BHK Motorsports Gross-Britannien Oreca 109s
15 31 GT3 LMP2 Algarve Pro Racing Portugal Oreca 30 Rd.

 (c) GT-Eins.de In la Source kollidieren der #10 Oregon Norma und der Kessel Racing Ferrari von Manuela Gostner - beide drehen sich und können weiter fahren. Der Norma verliert jedoch in Radillion seinen vorderen linken Kotflügel, der dort am Streckenrand liegen bleibt.  Pilot Bontempelli kommt daraufhin an die Box und fasst eine neue Haube aus. Da die Rennleitung ihn für den Unfall verantwortlich macht, bekommt er eine Verwarnung.

Der Kessel Racing Ferrari #60 wechselt den Fahrer auf David Perel. Allerdings wird der Ferrari beim Stop zu schnell in der Boxengasse geblitzt und bekommt in der Folge eine 45s Stop & Go. Constantin Schöll wird von seinem Team an die Box beordert, wo man die Gelegenheit ergreift und Paul Scheuschner auf das #14 Auto setzt.  

Der zweitplazierte Felipe Alburquerque kommt  nun als erster in Runde 49 zum 3.Mal an die Box. Wir verzeichnen eine Runde später an der Spitze den folgenden Stand.

Platz Nr Auto Klasse Team Land Marke Runden
1 30 GT3 LMP2 Duqueine Engineering Frankreich Oreca 50 Rd.
2 28 GT3 LMP2 IDEC Sport Frankreich Oreca 7s
3 39 GT3 LMP2 Graff Racing Frankreich Oreca 17s
4 32 GT3 LMP2 United Autosports Gross-Britannien Ligier 21s
5 26 GT3 LMP2 G-Drive Racing Russland Oreca 26s
6 20 GT3 LMP2 High Class Racing Daenemark Oreca 28s
7 37 GT3 LMP2 Cool Racing Schweiz Oreca 29s
8 23 GT3 LMP2 Panis Barthez Competition Frankreich Oreca 40s
9 22 GT3 LMP2 United Autosports Gross-Britannien Oreca 53s
10 34 GT3 LMP2 Inter Europol Competition Polen Ligier 72s
11 21 GT3 LMP2 Dragonspeed USA Oreca 86s
12 25 GT3 LMP2 Algarve Pro Racing Portugal Oreca 91s
13 24 GT3 LMP2 Panis Barthez Competition Frankreich Ligier 111s
14 35 GT3 LMP2 BHK Motorsports Gross-Britannien Oreca 49 Rd.
15 31 GT3 LMP2 Algarve Pro Racing Portugal Oreca 7s

In der Eau Rouge rollt der High Class Racing Oreca von Andrers Fjordbach mit Getriebeproblemen aus. Der Däne kann den Wagen zwar wieder in Gang setzen ist aber in der Folge nur langsam in Richtung Box unterwegs. Den #13 Inter-Europol-Wagen hat derweil Nigel Moore übernommen. Der High Class Oreca verschwindet mit Getriebeproblemen in der Box. Wegen eines Elektronik-Problems verliert auch der JMW-Ferrari 18 Minuten an der Box.

Der zu diesem Zeitpunkt (134 Rennminuten) in der LMP3 Führende #19 M-Racing Norma dreht sich hinter Pif-Paf und bleibt entgegen der Fahrtrichtung auf der Strecke stehen. Anscheinend ist in der Kurve eine Aufhängung gebrochen. Das SC wird zum 2. Male auf die Strecke geschickt.

Der sechstplaziert Jonathan Hirschi im #39 Graff Racing Oreca legt einen massiven Dreher in der Courbe Paul Frere hin. Er verliert dadurch 2 Positionen.

Nach 140 Rennminuten werfen wir einen Blick auf die beiden anderen Klassen die hinter den LMP2 unterwegs sind:

Platz Nr Auto Klasse Team Land Marke Runden
16 7 GT3 LMP3 Nielsen Racing Gross-Britannien Ligier 56 Rd.
17 77 GT3 GTE-Am Dempsey-Proton Racing Deutschland Porsche 17s
18 2 GT3 LMP3 United Autosports Gross-Britannien Ligier 36s
19 11 GT3 LMP3 Eurointernational Italien Ligier 38s
20 13 GT3 LMP3 Inter Europol Competition Polen Ligier 51s
21 51 GT3 GTE-Am Luzich Racing Schweiz Ferrari 52s
22 3 GT3 LMP3 United Autosports Gross-Britannien Ligier 54s
23 60 GT3 GTE-Am Kessel Racing Schweiz Ferrari 58s
24 17 GT3 LMP3 Ultimate Frankreich Norma 69s
25 14 GT3 LMP3 Inter Europol Competition Polen Ligier 90s
26 8 GT3 LMP3 Nielsen Racing Gross-Britannien Ligier 93s
27 55 GT3 GTE-Am Spirit of Race Schweiz Ferrari 100s
28 9 GT3 LMP3 Realteam Racing Schweiz Norma 16s
29 83 GT3 GTE-Am Kessel Racing Schweiz Ferrari 55 Rd.
30 6 GT3 LMP3 360 Racing Gross-Britannien Ligier 77s
31 10 GT3 LMP3 Oregon Team Italien Norma 97s

(c) GT-Eins.de
66 Minuten vor dem Rennende fliegt Konstantin Tereschenko im #24 PBC-Ligier nach dem Bruch seiner Bremsscheibe links vorne beim Anbremsen von Pif Paf rücklinks in die Reifenstapel ab. Der bis dato bestplazierte Ligier ist aus dem Rennen. Unter Full Course Yellow wird der Wagen geborgen. 

Unter FCY stoppen die 3 führenden LMP2, der #37 Cool Racing Wagen, der ##39 Graff Racing Oreca und der  #22 United Oreca von Phil Hanson.

(c) GT-Eins.de

Auf dem führenden Graff Racing Oreca versucht Tristan Gommendy dem anstürmenden Phil Hanson in der #22 Paroli zu bieten. Antonin Borga dahinter muss sich auf eine Attacke von G-Drive-Pilot Jean-Eric Vergne einstellen, der mittlerweile den IDEC-Sport-Piloten Memo Rojas kassiert hat.

Wegen eine LMP3-Kotflügels, den der in der LMP3 führende Nielsen Racing  Ligier in La Source nach einem Kontakt verloren hat muss eine Full Course Yellow ausgerufen werden. Als diese geschaltet wird bekommt Duqueine Pilot Nicolas Jamin das nicht mit und er überholt unter gelb den IDEC-Sport Oreca von Memo Rojas. Unter Gelb kommt das gesamte LMP2-Feld zum letzten Stop an die Box. Nielsen Racing muss auch an die Box kommen und somit übernimmt Moore kampflos die Führung in der LMP3.

33 Minuten vor dem Rennende geht es unter grün weiter. Vorne hat Gommendy einen Vorsprung von 13 s vor dem United Oreca von Phil Hanson.

Der High Class Oreca wird erneut in die Box geschoben. Der PBC #23 Oreca bekommt wegen Speedings in der Boxengasse eine Durchfahrtsstrafe verhangen.

In der GTE führt 23min vor dem Ende der #51 Luzich Ferrari von Alessandro Pierguidi vor dem Dempsey Proton Porsche von Ricardo Pera und dem Spirit of Race Ferrari von Matt Griffin.

(c) GT-Eins.de

(c) GT-Eins.de

Als einziger LMP3 wird der führende Nielsen Racing LMP3 am SC vorbeigewunken. Das bringt dem Team einen Vorsprung von einer ganzen Runde ein. Felipe Alburquerque muss wegen eines schleichenden Plattfusses noch ein viertes Mal reinkommen und verliert so seine Führung.

Nach 13 Minuten unter dem SC erfolgt der Restart. Duqueine-Pilot Richard Bradley führt nun vor Paul Lafargue im IDEC Sport Oreca und G-Drive-Pilot Job van Uitert.

Nigel Moore hat in Windeseile Rang 2 in der LMP3 erobert und macht sich nun auf, den eine Runde enteilten Nielsen Racing Norma von Anthony Wells einzuholen.

Um P3 an der Spitze kämpfen van Uitert im G-Drive Wagen und Cool Racing Pilot Nicolas Lapierre, Der Franose kann sich in Pouhon durchsetzen. Gleichzeitig fährt in der Bus-Stop-Schikane Ricardo Pera mit dem #77 Porsche dem #14 Inter-Europol-Ligier von Scheuschner aufs Hinterrad.

Während der #27 IDEC-Sport Ligier von Wiliam Cavalhes sich eingangs der Start-Ziel Gerade dreht, verliert das Schwesterauto des Teams, der #28 Oreca, P2 an Lapierre im Cool Racing Oreca. Lapierre nimmt nun auch den führenden Richard Bradley im Duqueine Oreca aufs Korn und kann nach einem Verbremser in der Busstop in Runde 70 die Führung übernehmen.

Gut 70 Minuten vor dem Rennende läuft nun die 4. Boxenstoprunde bei den LMP2. Nigel Moore im zweitplazierten LMP3 von Inter-Europol ist immer noch zwischen 3 und 5s pro Runde schneller wie der 75s vor ihm liegende Anthony Wells im Nielsen Racing Ligier unterwegs. 

(c) GT-Eins.de

In der GTE kommen alle Wagen unter gelb rein. Und in der LMP3 stoppen die Wagen  #2, #17. #7, #3, #9, und #13 unter gelb. In der #11 wechselt unter Gelb Mikkel Jensen wieder für Jens Petersen ins Auto.

57 Minuten vor dem Rennende wird das Rennen wieder freigegeben. Auf dem Cool Racing Oreca sitzt nun Antonin Borga, der allerdings beim Stop auf P3 zurück gefallen ist.

50  Minuten vor dem Rennende verzeichnen wir den folgenden Stand an der Spitze des Feldes

Platz Nr Auto Klasse Team Land Marke Runden
1 39 GT3 LMP2 Graff Racing Frankreich Oreca 81 Rd.
2 22 GT3 LMP2 United Autosports Gross-Britannien Oreca 16s
3 37 GT3 LMP2 Cool Racing Schweiz Oreca 20s
4 26 GT3 LMP2 G-Drive Racing Russland Oreca 42s
5 28 GT3 LMP2 IDEC Sport Frankreich Oreca 44s
6 30 GT3 LMP2 Duqueine Engineering Frankreich Oreca 48s
7 23 GT3 LMP2 Panis Barthez Competition Frankreich Oreca 59s
8 21 GT3 LMP2 Dragonspeed USA Oreca 70s
9 25 GT3 LMP2 Algarve Pro Racing Portugal Oreca 90s
10 32 GT3 LMP2 United Autosports Gross-Britannien Ligier 113s
11 35 GT3 LMP2 BHK Motorsports Gross-Britannien Oreca 80 Rd.
12 34 GT3 LMP2 Inter Europol Competition Polen Ligier 79 Rd.
13 31 GT3 LMP2 Algarve Pro Racing Portugal Oreca 8s
14 27 GT3 LMP2 IDEC Sport Frankreich Ligier 78 Rd.
15 7 GT3 LMP3 Nielsen Racing Gross-Britannien Ligier 76 Rd.

17 Minuten vor dem Rennende stoppt der Idec Sport Ligier mit Eric Maris an Bord in Pif Paf.

Der Führende Tristan Gommendy muss, weil er sich nicht an die Full Course Yellow Regularien gehalten hat, eine Durchfahrtsstrafe absolvieren. Dadurch verliert man die Führung an Phil Hanson. Weil gleichzeitig zur Bergung der #27 eine weitere FCY geschaltet wird, fällt zumindest der Rückstand nicht so hoch aus. Zumindest behält man so P2 vor dem Cool Racing Team.

Nigel Moore muss wegen eines schleichenden Plattfusses 12 Minuten vor dem Rennende ebenfalls noch mal reinkommen. Man verliert die Führung an Nielsen Racing.

Restart 10 Minuten vor dem Rennende: In der GTE liegt Pierguidi nur noch 1s vor Ricardo Pera im Proton-Porsche. Nigel Moore hat 11s Rückstand auf die #7, während an der Spitze Hanson 7s Vorsprung vor Gommendy und 11 vor Borga hat.

(c) GT-Eins.deAn der Spitze wird sich keine Änderung mehr ergeben. Phil Hanson und Felipe Alburquerque wiederholen ihren Vorjahressieg mit dem neuen Chassis mit einem Vorsprung von am Ende 12s. Aber was sich dahinter abspielt ist allererste Sahne! Der 2.plazierte Graff Racing Oreca von Tristan Gommendy und der Cool Racing Oreca von Antonin Borga gehen unmitelbar hintereinander liegend in die letzte Runde. In der vorletzten Kurve der letzten Runde bremst sich Borga mit einem Brechstangenmanöver aussen neben den Graff-Oreca und zieht auf gleicher Höhe neben den französichen Wagen. Rad an Rad Gummi austauschend rempeln sich beide Oreca durch die beiden letzten Kurven die Borga als Kurveninnerer in der letzten Ecke mit besseren Karten zurück lässt. Zwar sind die Rennfans und Journalisten vor Ort begeistert, doch die Szene findet nicht den ungeteilten Beifall von Renndirektor Eduardo Freitas, der der Cool Racing Crew für die Szene noch mal 10s aufaddiert. Nicolas Lapierre, der in Abwesenheit von Alexander Ciogny den Wagen im Duo mit Borga pilotiert hat, ist darüber so frustriert das er seinen Pokal für den dritten Platz nach der Siegerehrung Graff Pilot Alexandre Coignaud, der mit seinen Co-Piloten  Hirschi und Gommendy P2 erbt, wortkarg in die Hände drückt (.. ist eigentlich deiner!"). Einige Stunden später wird jedoch einem Protest der Cool-Racing Mannschaft stattgegeben und die ursprüngliche Reihenfolge (Cool-Racing P2, Graff Racing P3) wieder hergestellt.

(c) GT-Eins.deNoch spannender läuft es in der LMP3 auf das Finale Furioso zu. Wells kann trotz einiger schnellerer Zeiten von ihm dem Druck der beiden hinter ihm auflaufenden Piloten nicht länger standhalten. Eingangs Pif-Paf geht Nigel Moore an ihm vorbei und in der Campus/Stavelot-Kurve geht auch noch Mikkel Jensen an ihm Vorbei. Innerhalb von 3 Kurven fällt er so von P1 auf P3 zurück. Moore läuft in der selben Ecke den 360 Racing LMP3 des just von Inter-Europl für die AsLMS verpflichteten Australiers John Corbett  auf und verliert so den Schwung den er für die letzte Gerade bis Busstoop braucht. Jensen, der eigentlich zu weit weg ist, kann sich so in den Windschatten setzen und ebenfalls in der letzten Ecke der Busstop-Schikane vorbei ziehen und den Sieg erringen.

Mit dem 3. Saisonsieg ziehen Jensen/Petersen damit mit Moore/Hippe nach Punkten gleich. Die Entscheidung ist damit auf Portimao in der denkbar besten Weise vertagt - einer der LMP3-Champions 2019 wird mit Sicherheit aus Deutschland kommen!

In der GTE feiert Luzich Racing mit dem Trio Fabian Lavergne,  Nicklas Nielsen und Alessando Pierguidi den 3.Saisonsieg und kann sich somit schon in Spa vorzeitig den Titel in der GTE sichern. Gleichzeitig gewinnt man die Eintrittskarte zu den 24h Le Mans 2020. Der zweite Platz geht an das Dempsey-Proton-Trio Christian Ried, Matteo Cairoli und Ricardo Pera. Dritte werden die Spirit of Race Piloten Cameron/Griffin/Scott. 


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