Logo
Algarve
1000km Algarve (P)
Erste Rennhälfte LMP
von Jan Hettler, Harald Gallinnis und Maximilian Graf
  LMES

 
Der Wind über den Bergen nördlich der Rennstrecke kommt erstmals aus Norden - und treibt Wolken oder Nebelbänke  in Richtung der Strecke. Noch ist es sonnig über dem im abendlichen Licht liegenden Kurs auf dem sich die 35 Wagen nun in Bewegung setzen, doch weiss noch keiner was das Wetter für die Teilnehmer in Petto hat - möglicherweise werden die Reifen noch mehr Zeit benötigen um auf Temperatur zu kommen? Das ist zumindest die Erfahrung bei Aston von Tests im Frühjahr. Beim Start zur Aufwärmrunde legt Danny Watts nach kaum 100m einen Dreher hin, kann aber unbeeinträchtigt weiter machen.

Start
Oreca


In der 11.Runde kolidieren die beiden Kolles Audis als Meyricks R10 im Bergaufstück in der Anbremszone nach einem Problem beim Herunterschalten ausbricht, in die Pampas rutscht und zielsicher in den vor ihm liegenden Teamkollegen Bakkerud einschlägt. Der Kühler des Dänen nimmt Schaden. Der Brite Meyrick humpelt mit Heckschaden in die Kolles-Box in der nun Vollbeschäftigung herrscht - am #14 Audi werden nach der mysteriösen Ursache Getriebe und Kupplung gewechselt.

Rennstart: Lapierre verteidigt seine Startposition gegen Mücke im Aston. Dahinter folgen Senna, Watts und die beiden Audis. Boullion wird eine Runde lang von den beiden R10 aufgehalten, schnupft dann aber beide auf und liegt auf P5. Der Speedy-Aston  nimmt sich darauf die Audis zur Brust. In Runde 3 rutscht Senna kurz von der Strecke in den Kies und fällt um 2 Positionen auf P5 zurück. In der LMP2 liegt nach 5 Umläufen der ASM-Gineta vor dem GAC-Zytek von Phillip Peter, dem Oak-Racing Pescarolo #35 und Leuenberger im Speedy-Lola.

Oreca
Spitze

Leider nur kurz den in der selben Runde kommt Lapierres Wagen unplanmässig wegen eines Benzinlecks in die Box und wird reingeschoben. Nun muss sich Mücke gegen Watts verteidigen. Den schnupft jedoch Boullion auf. Der Pescarolo wird nun zum Aston-Jäger. In der LMP2 hat unterdessen der Racing Box-Lola #30 P3 hinter den beiden Zyteks übernommen. Leuenberger fällt in der Folge noch hinter den 2. italienischen Lola von Thomas Biagi zurück. Probleme gibt es hier unterdessen beim WR (Elektrik) und dem Ibanez-Courage (gebrochener Heckflügel) .

3 Runden später nimmt sich auf der Startgerade Stefan Mücke den führenden Lapierre zur Brust und schiebt den Aston aus dem Windschatten heraus in Front. Doch der kann sich nicht vom Oreca-Boliden lösen. Danny Watts gesellt sich sogar hinzu und schon haben wir einen Dreikampf um die Spitze par excellence. Atemberaubend eng schiebt sich das gerade mal 20-30m auseinanderliegende Trio durch den Verkehr. Aus dem Trio wird schnell ein Quartett als auch der Pescarolo in Runde 21 den Anschluss herstellt.

Racing Box
GAC

traffic
007 vs Pesca

70 Minuten: Mücke bleibt beim Überrunden fast an Thommy Erdos hängen und muss in den Kies. Er lässt 30s liegen und reiht sich auf P4 ein. Boullion ist nun der neue Führende. Fonsi Nieto stellt wenig später den Lucchini mit einem defekten Getriebe zwischenzeitlich in der Box ab. Nach der Reperatur darf Carmen Jorda ans Steuer. Auch Johnny Kane, der mitlerweile von Leuenberger übernommen hat, ist langsam auf der Strecke unterwegs, nachdem man von einem LMP1 aufs Korn genommen wurde. Es gilt hier einen Aufhängungsschaden zu reparieren.  Der Team Strakka Ginetta-Zytek wird ebenfalls in der Box gewartet - Fehlzündungen.

Um die 50.te Rennminute gibt es die ersten Boxenstopps. Zeitglich kollidiert der Radical  von Francesco Sini mit dem JMB-Ferrari in der letzten Kurvenkombination. Der LMP2 kommt mit gebrochener Radaufhängung an die Box. Mücke holt sich lediglich Sprit an der Box ab - wie Boullion. Beide Wagen umrunden unmittelbar hintereinander im Parallelflug den Kurs.

Nach einer Rennstunde führt Mücke etwa 10-30m vor Boullion, 14s vor Watts im Ginetta-Zytek, Senna im Oreca und Ramos im 2. Aston sowie dem Signature-Oreca. In der LMP2 liegen ab Platz 7 Pla im ASM-Ginetta, Phillip Peter in GAC-Zytek, Thommy Erdos im RML-Lola, und die beiden Racing Box-Lolas hintereinander.

Spin 007
Oreca


Die 2h-Marke: Tinseau im Pescarolo führt eine Runde vor Monteiro im Oreca, der auf die #007 15s gut hat. Vierter ist der Signature-Oreca vor dem ASM-Ginetta als bestem LMP2 auf P5. Es folgen Panis im 2.oreca-LMP1, Primat in der 009, Ojjeh im GAC-Zytek, sowie die beiden Racing-Box-Lolas.


In der LMP2 werden jetzt auch die 2. Boxenstopps absolviert. Nachdem alle neuen Sprit und ggf. neue Reifen & Piloten gefasst haben, liegen hier der ASM-Ginetta, Karim Ojjeh im GAC-Zytek, Bobbi Im Racing Box-Lola, Mike Newton im RML-Lola und Ceccato im zweiten italienischen Lola hintereinander . Das portugiesische Leader-Team hat schon eine Runde Vorsprung auf die nächsten Konkurrenten.
Racing Box

Aston
RML

Jan Charouz gewinnt einen Platz als der Boxenstopp des Orecas #10 etwas länger als geplant dauert.  In der LMP2 schiebt sich auf der mittleweile komplett im Dunkeln liegenden Strecke der Racing-Box-Lola #30 am GAC-Zytek vorbei auf P2 der Klasse. Die Pilotin des Lucchinis muss hingegen einen gebrochenen Dämpfer austauschen lassen. Man fällt hier auf den letzten Platz der Klasse zurück. Wie verlautet wird ist derzeit Signature als einziger Frontrunner dabei den Reifen Dreifachstints zuzumuten. Die anderen Spitzenteams wollen damit lediglich während der Nacht anfangen.

oak
Pesca
Nach einem Dreher des WR wird Stephane Salini kurz vor Rennhalbzeit nur knapp von einem der Racing Box-Lolas verfehlt. Der Strakka Wagen muss wegen eines Problems mit der Schaltung noch mal in die Box .

Rennhalbzeit: die Reihung in den Top-10 lautet wie folgt:
Pescarolo  (111 Runden)
eine Minute vor #007 Aston, dann 21s auf Oreca #10, Signature #12, Oreca #11, Aston #009, ASM-Ginetta-Zytek #40, Lola #30, Zytek #41, und Lola #29. Bis jetzt haben wir erst einen Ausfall mit der #13 bei den LMP zu Buche stehen.


Zurück zum 1000km-Index

Zurück zur Berichtseite

Zurück zur Leitseite