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1000km Spa (B)
Das letzte Renndrittel
von Harald Gallinnis & Udo Klinkel
  LMES


Für den Ice-Pol Gordon Porsche geht der 3.Boxenstopp gründlich schief. Schon bei der Ausfahrt aus der Box zeigt sich daß das linke Vorderrad nicht festgezogen wurde. Der Porsche verliert das Rad schließlich auf Les Combes und kreucht als Dreirad zu den Boxen zurück.


Pierre Bruneau strandet mit dem Pilbeam in der Blanchimot. Für den Radical ist mittlerweile auch Schluß nachdem der Motor überhitzt hat. Der Spyker von Jerome Bleekemolen steht irgendwo bei Stavelot an der Strecke. Der T2M-Porsche strandet nach einem Ausrutscher von Tor Graves in der Rivage im Kies.

Der spannendste Kampf läuft in der GT1-Klasse in der sich Oreca und der Cirtek #61 aufs Messer bekriegen. 90 Minuten vor Rennende übernimmt wieder Ayari die Führung und den 6. Gesamtrang. An de Spitze wechselt die Mannschaft von Henri Pescarolo den Fahrer - Boullion übernimmt . Auch Marcel Fässler wird wieder in den Swiss Courage gesetzt.

Farnbacher-Porsche

Ice pol-Porsche


Kurz danach kommt das Safety-Car auf die Strecke. Man will den T2M-Porsche in Ruhe bergen können. In den Boxen lautet das Duell wieder Oreca vs. Cirtek. Diesmal haben die Franzosen das bessere Ende für sich. Allerdings gibt Ortelli zu daß man Probleme mit den Motortemperaturen hat. Die plagen aber auch den Aston - die Motorelektronik regelt hier die Leistung am Aston ab, was den kampf mit dem Saleen für Lyons und Garcia nicht gerade vereinfacht.

Einen Wagen muß Horst Farnbacher abschreiben  - am Porsche von Ehret / Farnbacher streikt die Kupplung. Dafür liegt der andere Wagen von Nielsen/Seefried auf Platz 4 in der Klasse. Nach 3 Runden erfolgt der Restart. Fässler kann endlich den Lola von Angel kassieren und die 2.Position übernehmen. Allerdings gelingt es ihm zunächst nicht  sich entscheidend vom gelben Boliden zu entfernen.

In der GT1 setzt sich Ayari sukzessive vom Aston von Lyons ab. Für Oreca zeichnet sich der erste Sieg mit dem neuen Einsatzfahrzeug ab - es wäre der erste Saleen-Sieg in der GT1-Klasse der Serie und der erste eines nicht bei Prodrive aufgebauten Fahrzeugs.

In der GT2-Klasse liegt der Autoorlando -Porsche von Marc Lieb 26s vor dem Ferrari von Tim Sudgen - auf 3 lauert LNT mit dem Panoz auf das erste Podium. Dahinter liegen die Porsche von Farnbacher, IMSA, Perrier und Seikel.

Lola

Aston


Eine halbe Stunde vor Schluß wird Amaral im Lola von Casper Elgaard im Zytek kassiert. Elgaard hat allerdings noch einen Stop zu absolvieren bei dem er  lediglich nachtanken lässt. Während seines Stopps dreht sich Amaral in La Source - somit ist der 3. Gesamtrang noch für die Zytek-Crew drin. Dann folgt ein 2. Dreher von Amaral in La Source - die Flammensäule die beim Restart aus dem Auspuff schiesst verheisst nichts Gutes. Amaral lässt Elgaard passieren und konzentriert sich darauf den Klassensieg nach Hause zu bringen.

15 Minuten vor Schluß ist in 3 von 4 Klassen das Rennen gelaufen. Der Pescarolo hat an der Spitze nach einem Uhrwerk-gleichen Rennen 2 Runden auf dern Swiss Spirit Courage gut stehen. Zytek wird den 2 Sieg in Folge verpassen - die schnellsten LMP2 waren heute stattdessen die Gegner.

Bei denen hat die  Chamberlain-Crew den Erfahrungsvorsprung vom Sieg aus dem  Vorjahr ideal umsetzen können und sogar um das Gesamtpodium fahren können. Nur gegen Ende muß man nun nach 2 Drehern von Amaral noch einmal zittern. RML hat das Nachsehen, obwohl nur 90s auf den gelben Lola der Portugiesen fehlen. Den 3.Platz belegt hier der Binnie-Lola mit seinem bislang besten Rennergebnis.

In der GT1 gibt es eine Premiere: der erste Saleen-Sieg in der LMS-Historie beweist wieder einmal die Fähigkeiten von Oreca. Dem Cirtek Aston Martin bleibt trotz zweier Ausnahmepiloten auf der #61 das Nachsehen. Die PSI-Corvette belegt hier den verbleibenden Podiumsplatz.

Finish

Saleen


In der GT2 kommt der Virgo-Ferrari noch einmal zu einem Splash & dash rein. Man verliert  den 2. Platz an den Panoz, nachdem Sugden auf seiner Out-lap bei Stavelot auch noch fast von der Strecke rutscht.

Nach 6h Renndistanz ist der erste Sieg eines Pescarolo bei den 20.sten 1000km von Spa im Kasten. Das Team des Langstreckenroutiniers kann sich mit seinem Wagen erstmals in die Siegerlisten der 1000km eintragen. Bei den Gesamtsiegen verbessern sich die Franzosen von 2 Fahrersiegen auf 4 - und ziehen somit mit den deutschen Piloten gleich.



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