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1000km von Monza (I)
9-10.7.2004
1.Rennhälfte LMP1

von H.Gallinnis
LMES

Den Teams steht am Sonntag ein heisser Renntag bevor. 1000km oder maximal 6 Stunden Renndistanz werden zu überwinden sein. Im letzten Jahr fiel nach einem Regenschauer gegen Ende das Tuch nach der Zeitmarke - ob man diesmal die volle Distanz schafft?

Hayanari Shimoda hält die Pole am Start souverän durch während Nicolas Minassian Im Creation DBA schnell unter Druck von Collard im Pescarolo  gerät. Minassian kann sich nur Kurz wehren. Auch Jean Marc Gounon im Courage fängt an auf den schnellen Franzosen im DBA Druck auszuüben und fliegt schließlich noch vor Ende der 1. Runde vorbei.  Weiter hinten  gehen joao barbosa  im Rollcentre-dallara und Jan Lammers im Dome schnell  an den LMP2 vorbei.

Bei denen gibt es die größten Umschichtungen  im Feld . Bob Berridges Lola , auf Rang 2 der Klasse gestartet , verliert einige Plätze Dahinter tauschen die Belmondo-Courages #37 (auf Pole gestartet) und #36 an der LMP2-Spitze die Positionen, ehe der RML-Lola auftrumpft und sich schon nach einer Viertelstunde die Spitzenposition im LMP2-Feld sichert.

Barbosa entdeckt schnell ein technisches Problem im Dallara und kann nicht wie gewohnt auftrumpfen. Lammers zieht Profit davon und geht vorbei. Weiter hinten im Feld müht sich Caffi im Promec im LMP2-feld ab. Der Wagen ist alles andere als ausgetestet und erlebt in der derzeitigen Konfiguration mit dem Judd-Motor sein LMP1-Renndebüt.

Hayanari Shimoda hat zu Rennbeginn einen kurzen Ausrutscher , der allerdings zunächst ohne Folgen bleibt. Collard im Pescarolo erhöht allerdings konstant den Druck auf den Japaner - und geht in Runde 24 schließlich vorbei. Auf Platz 3 hat sich Minassian im Creation-DBA wieder an Gounon vorbeischieben können.

Runde 1

Grid Monza

Kurz zuvor muß sich der Binnie-Lola als erster Ausfall notieren lassen. Für den B05/40 ist das Rennen schon nach 13 min beendet - viel länger hatte das Renndebüt in Sebring auch nicht gedauert.

Im Rahmen der ersten Boxenstopps nach ca. einer Stunde kann der Belmondo-Courage#36  sich kurz auf Platz notieren lassen. Das Schwesterfahrzeug, der Polesetter der LMP2-Klasse, dagegen muß sich als 2. Ausfall der Klasse notieren lassen. In der LMP1-Klasse ist der Promec mit der Startnummer 5 nach noch nicht einmal einer Stunde das erste Opfer.

Promec

Dann erwischt es den Dome von Jan Lammers. Mit einem Aufhängungsschaden kreucht der S101 um den Kurs. Mehr als 10 Runden gehen verloren ehe die Mannschaft von Lammers den Schaden fixieren kann. Auf dem letzten Platz liegend geht man wieder ins Rennen.

Etwa nach anderthalb Stunden, der Pescarolo führt trotz beginnender Schaltprobleme weiterhin souverän vor dem Zytek und dem DBA,  gibt es dann größere Umschichtungen als zunächst der Werkscourage mit einem Reifenschaden hinten links um den Kurs rollt. Man stützt bis auf Platz 18 ab.

Dann strandet der Bruneau-Pilbeam in der Parabolica. Abermals ist, wie in Le Mans, schon nach 2 Stunden Schluß für die französische Mannschaft. Zeitgleich muß der Kruse-Courage ein Problem fixieren lassen und verliert den Anschluß an die LMP2-Spitze.

Der nächste Ausfall ist fürs Rennen gravierender: Shimoda rollt im Werks-Zytek nach zu hartem Einsatz auf den Curbs mit einem Aufhängungsschaden um die Strecke. Man wechselt bei der Gelegenheit auf Tom Chilton. Ein zusätzlicher Stopp zur weiteren Fixierung von Folgeschäden führt später sogar dazu daß man kurzfristig aus den Top-20 stürzt. Um den Gesamtsieg wird der Zytek an diesem Tage keine Rolle mehr spielen.

Während an der Spitze der Creation-DBA nur bei den Boxenstopps des Pescarolos kurz Führungsluft schnuppern kann, profitieren die Mannschaften dahinter vom Pech der französischen Teams. Martin Short, der mittlerweile im Rollcentre-Dallara sitzt, rutscht kurzfristig zu Beginn der 2.Rennstunde auf Platz 3, verliert den Platz jedoch kurz danach an den JOTA-Zytec, auf dem Haruki Kurosawa zu Rennbeginn den Anschluß auf die Spitze nicht abreissen ließ. Der Dallara bleibt in Schlagdistanz auf den Zytek.

LMP2


Dome

In der LMP2-Klasse findet bei den warmen Temperaturen ein regelrechtes Sterben statt. Gleichzeitig mit dem Pilbeam kommt auch der Werks-Lucchini in Probleme. Nachdem man zwischenzeitlich Klassenrang 5 inne hatte endet die Vorstellung  in der 2. Rennstunde auch der Randaccio-Tampolli, der Lienhardt-Lista, der mit Radverlust an der Strecke strandet, und der  del Bello -Courage  müssen noch vor Rennhalbzeit die Segel streichen.

An der Spitze der Klasse gibt es lediglich 3 Wagen die nun noch ohne Probleme laufen und sich daher berechtigte Hoffnungen auf das Podium in Monza machen können. Zu Rennhalbzeit führt hier der RML-lola vor dem Belmondo-Courage#37 und dem Chamberlain-Lola#39.

Ein Ausrutscher des Pescarolos aufgrund der Schaltungsprobleme ist ohne größere Folgen geblieben. Boullion und Collard haben ihren Fahrstil entsprechend angepasst und sind mit gebremsten Schaum unterwegs.

Ohne Gelbphase sieht es aus als wenn die 1000km-Distanz schon nach 5 Stunden erreicht werden kann. Nach 3 Stunden hat man jedenfalls schon 103 Runden absolviert.

Was kann man bislang festhalten?

Es wird definitiv einen neuen Siegerwagen in den LMES-Statistiken geben. Der Zytek ist aus dem rennen. Die Pescarolo-Mannschaft kontrolliert das Geschehen an der Spitze und fährt gerade so schnell wie sie braucht um JCW, der im 2.plazierten DBA noch in der selben Runde ist, unter Kontrolle zu halten. Hinter den beiden lauern der Jota-Zytek und der Rollcentre-Dallara mit Rundenabstand auf Ungemach der Führenden. Die restlichen noch verbliebenen LMP1 (RfH, Courage, Zytek) sind ob ihres Rückstands mit individuellen Aufholjagden um Ergebniskosmetik bemüht.

In der LMP2  kämpfen der RML-Lola, der Belmondo-Courage und  der  Chamberlain-Lola um den Sieg.  Weiter hinten  kratzt der Kruse-Courage nach erfolgreicher Aufholjagd an einer Top-10-Position. Letzter problemfrei in der Klasse dahinrollender Wagen ist der Lucchini des Villorba Corse-Teams. Der alte Kübel hat zu diesem zeitpunkt noch intakte Chancen aufs Podium zu kommen wenn die verbleibenden Wagen weiter so straucheln.  

3-Rad

Stand nach 3h


Platz Nr Klasse Fahrer Team Land Fahrzeug Motor Reifen
1 17 LMP1 Emanuel Collard (F), Jean-Cristophe Bouillon (F), Pescarolo Sport F Pescarolo C60-Hybride Judd 4998A M
2 7 LMP1 Nicolas Minassian (F), Jamie-Campbell Walter (GB), Creation Autosportif GB DBA-Zytek Judd XV V8 4998A M
3 9 LMP1 John Stack (GB), Sam Hignett (GB), Haruki Kurosawa (J) Team Jota GB Zytek 04S Zytec 3400A D
4 8 LMP1 Martin Short (GB), Joao Barbosa (P), Vanina Icks (B) Rollcentre Racing GB Dallara LMP2002 Judd 3994A M
5 25 LMP2 Thomas Erdos (BR), Mike Newton (GB), RML GB Lola EX264 AER 1995T M
6 36 LMP2 Karim Ojjeh (EAU), Claude Yves Gosselin (F), Vincent Vosse (B) Paul Belmondo Racing F Courage C65 Ford M
7 39 LMP2 Bob Berridge (GB), Gareth Evans (GB), Peter Owen (GB) Chamberlain Synnergy Mspt. GB Lola B05/40 AER 1995T D
8 64 LM-GT1 Peter Kox (NL), Norman Simon (D), JLOC J Lamborghini Murcielago Lamborghini M
9 61 LM-GT1 Nicolaj Formenko (RUS), Alexej Vasiliev (RUS), Christophe Bouchut (F) Convers Team RUS Ferrari F550 Ferrari 5853A M
10 52 LM-GT1 Fabrizio Gollin (I), Antonio Coimbra (I), Matteo Cressoni (I) BMS Scuderia Italia I Ferrari F550 Ferrari 5853A P
11 30 LMP2 Phil Bennett (GB), Michael Vergers (NL), Juan Barazi (DK) Kruse Motorsport GB Courage C65 Judd 3994A P
12 51 LM-GT1 Toni Seiler (CH), Christian Pescatori (I), Michele Bartyan (I) BMS Scuderia Italia I Ferrari F550 Ferrari 5853A P
13 13 LMP1 Christian Vann (GB), Alexander Frei (CH), Jean-Marc Gounon (F) Courage Competition F Courage C60 Hybride Judd 3994A Y
14 67 LM-GT1 Robert Pergl (CZ), Thomas Enge (CZ), Menx CZ Ferrari F550 Ferrari 5853A M
15 46 LMP2 Denny Zardo (I), Mauro Prospero (I), Scuderia Villorba Corse I Lucchini Alfa Romeo V6 A
16 90 LM-GT2 Xavier Pompidou (F), Marc Lieb (D), Sebah Automotive GB Porsche 996 GT3R Porsche 3598A D
17 76 LM-GT2 Franco Groppi (I), Luigi Moccia (I), Mike Rockenfeller (D) Autorlando Sport I Porsche 996 GT3RS Porsche 3598A P
18 93 LM-GT2 Andrew Kirkaldy (SCO), Nathan Kinch (SCO), Scuderia Ecosse SCO Ferrari 360 Modena GTC Ferrari 3586A P
19 10 LMP1 Jan Lammers (NL), Felipe Ortiz (P), Beppe Gabbiani (I) Racing for Holland NL Dome S101 Judd 4998A D
20 83 LM-GT2 Phillip Collin (USA), Horst Felbermayr Sr. (A), Horst Felbermayr Jr. (A) Seikel Motorsport D Porsche 996 GT3RS Porsche 3598A Y
21 97 LM-GT2 Charoensukhawatana Nattavude (TH), Sontaya Khunplome (TH), Inthraphuvasak Vutthikom (TH) Tech 9 Motorsport GB Porsche 996 GT3RS Porsche 3598A D
22 68 LM-GT1 Peter Kutemann (NL), Antoine Gosse (F), Hans Hugenholtz (NL) JMB Racing I Ferrari 575GTC Ferrari 5997A P
23 15 LMP1 Hayanari Shimoda (J), Tom Chilton (GB), Zytec Engineering GB Zytek 04S Zytec 3400A M
24 73 LM-GT2 Yves Lambert (B), Christian Lefort (B), Markus Paltalla (SF) Gordon Team B Porsche 996 GT3RSR Porsche 3598A D
25 63 LM-GT1 Marco Apicella (I), Koji Yamanishi (J), Hisashi Wada (J) JLOC J Lamborghini Murcielago Lamborghini M
26 79 LM-GT2 Jens Petersen (D), Oliver Matthei (D), Jan-Dirk Lueders (D) JP Racing D Porsche 996 GT3RS Porsche 3598A P
27 57 LM-GT1 Didier Sommereau (F), Jean-Michel Papolla (F), Romain Inetta (F) Paul Belmondo Racing F Chrysler Viper Chrysler 7986A M
28 98 LM-GT2 Paul Daniels (GB), Daniel Gooding (GB), Giovanni Lavaggi (I) James Watt Automotive GB Porsche 996 GT3RS Porsche 3598A D
29 88 LM-GT2 Jonathan Cocker (GB), Tim Sudgen (GB), Gruppe M Racing GB Porsche 996 GT3R Porsche 3598A P
30 31 LMP2 Christophe Tinseau (F), Bastian Briere (F), Ni Amorim (P) Del Bello Racing F Courage C65 Mecachrome V8 M
31 53 LM-GT1 Wolfgang Kaufmann (D), Marcel Tiemann (D), A-Level Engineering D Porsche 996 Turbo Porsche D
32 89 LM-GT2 Lars Erik Nielsen (DK), Torkhild Thyrring (DK), Pierre Ehret (D) Sebah Automotive GB Porsche 996 GT3RSR Porsche 3598A D
Ausfälle nach 3h






33 27 LMP2 Freddy Lienhardt (CH), Didier Theys (B), Horag-Lista-Racing CH Lola B05/40 Judd 3400A M
34 45 LMP2 Pierreguiseppe Peroni (I), Mirco Savoldi (I), Lucchini Engineering I Lucchini XV LMP Judd 3400A P
35 28 LMP2 Ranieri Randacchio (I), Fabio Manchini (F), Team Ranieri Randacchio I Tampolli LMP Cosworth 3400A D
36 56 LM-GT1 Pierre Perret (F), Karim Ajlani (CH), Benjamin Leuenberger (CH) Paul Belmondo Racing F Chrysler Viper Chrysler 7986A M
37 20 LMP2 Pierre Bruneau (F), Marc Rostan (F), Jean-Phillipe Peugeot (F) PiR Competition F Pilbeam MP93-01PB JPX 3400A M
38 86 LM-GT2 Matthew Marsh (HK), Darryl O«Young (HK), Noble Group-Gruppe M HK Porsche 996 GT3RS Porsche 3598A P
39 81 LM-GT2 Jonny Kane (GB), Warren Hughes (GB), Team LNT GB TVR Tuscan 400R TVR 3996A D
40 5 LMP1 Alex Caffi (I), Michele Serafini (I), Leonardo Maddalena (I) GP Racing I Promec PJ Judd 3994A Y
41 37 LMP2 Paul Belmondo (F), Didier AndrŽ (F), Paul Belmondo Racing F Courage C65 Ford M
42 99 LM-GT2 Gabrio Rosa (I), Luca Drudi (I), Fabio Babini (I) GPC Sport I Ferrari 360 Modena Ferrari 3586A P
43 41 LMP2 William Binnie (SCO), Robert Julien (CDN), Adam Sharpe (GB) Binnie Motorsports USA Lola B05/40 Nicholson McLaren V8 P
44 82 LM-GT2 Mark Hines (GB), Patrick Pearce (GB), Lawrence Tomlinson (GB) Team LNT GB TVR Tuscan 400R TVR 3996A D

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