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Vorschau & freies Training
von Markus Berns
Bilder: FIA-GT.com
   
Vorschau

Das Finale zur FIA-GT-WM wurde heute in Zhuhai (China) mit den freien Trainings gestartet. Und bei JMB Racing gibt es erneut eine Personal-Änderung: Karl WENDLINGER und Tarso MARQUES bekamen für den letzten Lauf kurzfristig einen neuen Partner. Sein Name: Iradi ALEXANDER aus der Schweiz, sonst Testpilot bei Maserati. "Ein schneller Mann, der aber noch ein paar Runden braucht", sagt der Kufsteiner, "in Anbetracht der Temperaturen um die 30 Grad und der Schwüle kann ein dritter Fahrer nicht schaden." Das Trio kam sehr gut zurecht: Platz 6 im ersten, Rang 3 im zweiten freien Training: "Passt im Moment", zeigt sich Karl zufrieden, "am Vormittag konnten wir nur wenige Runden fahren, da Tarso unserem Ferrari 575 Maranello schon nach ein paar Minuten wegen einer gebrochenen Kardanwelle abstellen musste. Am Nachmittag konnten wir auf Anhieb mithalten, haben dabei aber noch nicht alles gezeigt. Deshalb bin ich für das morgige Qualifying sehr zuversichtlich."
 
RJN Nissan
Der ursprünglich für die #10 Zwaans Racing Viper GTS-R vorgesehene Christophe Bouchut wechselte in die #3 CARE Racing um Thomas Biagi zu ersetzten der sich an der Hand verletzte.

Die drei Chinesen Philip Ma, Mickael Choi und Samson Chan teilen sich den #24 Lamborghini Murcielago R-GT. Jean-Denis Deletraz und Andrea Piccini teilen sich die #26.
 
Freies Training:

Fahrer aus 17 und Teams aus 7 Nationen in 30 Fahrzeugen traten am heutigen Morgen im chinesischen Zhuhai zum letzten 500km Rennen der Saison 2004 an. Das erste Rennen in dem der Maserati MC12 Punkte für den Sieg einfahren kann. Die 30 Fahrzeuge teilen sich in 19 GT Fahrzeuge und 11 N-GT Fahrzeuge auf. Das N-GT Feld wird zum zweiten Mal nach Spa vom RJN Nissan 350Z bereichert.

Beim letzten Auftritt der FIA-GT in Zhuhai konnte das ORECA Werksteam mit Karl Wendlinger und OIivier Beretta den Sieg einfahren. 1999 gingen alle 11 Rennen an die Chrysler Viper GTS-R (10x ORECA, 1x Belmondo). In diesem Jahr steht es 7:3 für BMS Ferrari vs. VITAPHONE Saleen S7-R. Wie die umstrittenen Maserati MC12 gewannen die Ferrari F550 in diesem Jahr nicht über ihren Speed, sondern durch die Zuverlässigkeit.

Einvernehmlich teilen sich in dieser Saison der Ferrari F550 und der Saleen S7R (4x Walter Lechner jr.) die Pole Positions in der GT Kategorie: 5:5. Ebenfalls 5 Pole Position gab es für Ferrari (5x Christian Pescatori)  bisher in der N-GT Kategorie und für Porsche.
Die schnellste Zeit im ersten freien Training ging an den #33 AF Corse Maserati MC12 mit einer Zeit von 1:31.909 vor dem #1 BMS Scuderia Italia F550 von Bobbi/Gardel und dem schnellsten FCC F575M von GPC Giesse. Wie zu erwarten ging die schnellste N-GT Zeit an einen der Freisinger Porsche. #99 Freisinger Motorsport vor #50 Yukos Freisinger Motorsport und dem #62 GPC Ferrari F360 GTC.

Der Beginn für die FCC F575M Maranello war gelungen: Die beiden GPC Sport #11 und #13 führten in den ersten 30 Minuten vor dem #17 JMB Racing. Dann folgte der #1 BMS Scuderia Italia F550 mit einer Zeit von 1:32.498 auf der provisorischen Pole. 20 Minuten vor Ende der 90minütigen Session konnte der #33 Maserati MC12 mit einer Zeit von 1:31.909 eine nicht mehr zu schlagende Zeit fahren und sich die provisorische Pole der ersten Sitzung sichern. Hinter dem Maseratri lag der #1 F550 und der #11 F575. Schnellster der Saleen war #4 Konrad Saleen mit Walter Lechner jr. und Alex Margaritis. Der erste der beiden Lamborghini, der #26 Murcielago R-GT fand sich mit einem Rückstand von 1.846 Sekunden auf dem 13. Platz wieder.

In der N-GT Kategorie ging der 1. Platz in der "Nicht-Werks"-Kategorie an den #88 Gruppe M Porsche RSR. Die beiden Proton Porsche 996 GT3-RS belegten die Positionen 6 und 8, getrennt vom #64 GPC Ferrari F360 GT.  
MC12
F360


Der Führende in der N-GT der morgendlichen Sitzung, der #99 Freisinger Porsche musste nach fünf Runden mit Motorproblemen an die Box (in Führung liegend). Der Gruppe M Porsche übernahm die Führung bevor Emmanuel Collard den #50 Freisinger Porsche an die Spitze setzten konnte. Kurz vor Fallen der karierten Flagge konnte Jamie Melo den #62 GPC Ferrari auf die zweite Position setzten - die ersten drei der N-GT innerhalb einer zehntel Sekunde.

Walter Lechner: "Der Morgen war ok. Es war für alle die gleiche Situation: wir haben keine Daten und müssen alle für das Rennen am Sonntag arbeiten. Alex fuhr am morgen die meiste Zeit und setzte auch die Zeit. Mit den Getriebeproblemen war der Nachmittag dann sehr frustrierend."

Uwe Alzen: "In der ersten Runde am Morgenblockierte die Hinterachse und ich rutschte ins Kiesbett. Wir haben eine Menge Zeit bei der Reinigung verloren".


Die zweite Session war bei steigenden Temperaturen erwartungsgemäß langsamer. Die ersten sechs GT Fahrzeuge tummelten sich am Ende in 6/10 Sekunden, angeführt von den beiden Maserati MC12. Zu Beginn der Session konnte sich der #1 BMS F550 mit einer zeit von 1:32.594 in Szene setzten, bevor sich Karl Wendlinger im #17 JMB F575M an die Spitze setzten konnte. Der dritte Pole-Setter war nach 55 Minuten der #33 MC12 mit einer Zeit von 1:32.326 die später auf 1:32.301 verbessert wurde. Nach einer Unterbrechung zur Bergung eines Fahrzeuges setzte sich der #34 MC12 mit Johnny Herbert am Steuer mit einer Zeit von 1:32.165 an die Spitze. Für den #4 Konrad Saleen konnten nach Getriebeprobleme nur drei Runden notiert werden.

Zuhai
 

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