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6. Lauf - Donington - 27.06.2004
von Markus Berns, Christian Freyer
   
Das Rennen - GT

Für Vitaphone Racing war die Zeit vor dem eigentlichen Start erst einmal mit Bitterkeit gefühllt. Die Stewards entschieden, dass der #5 Saleen das Rennen von der letzten Position aufzunehmen habe.
Aufregung auch bei Wieth Racing. Nachdem das Warm-Up mit hohen 1.33er Zeiten recht gut verlief, gab es Probleme rund um die Antriebswelle hinten reechts. Die Reparatur dauerte bis zur Öffnung der Boxengasse bzw. Beginn Startaufstellung.


Noch auf der Geraden konnte Matteo Bobbi den Startfahrer des #4 Konrad Motorsport Saleen S7-R, Toni Seiler,  überholen und die Führung an sich reißen. Seiler konnte sich auf Platz 2 jedoch nicht ausruhen. Der Schweizer geriet sofort unter Druck von Wedndlinger (#17) und Gollin (#2). In Runde drei ging Wendlinger dann an Seiler vorbei.  Eine gute Leistung in der Anfangsphase zeigte Paolo Ruberti. Von Platz 10 aus kommend, kämpfte er sich in den ersten drei Umläufen bis auf Platz Fünf vor. Dabei überrumpelte er sogarFabio Babini GPC Ferrari F575.
Vorgekämpft hatte sich auch Vitaphone Pilot Michaels Bartels. Platz 16 zu diesem Zeitpunkt.

An der Spitze konnte Seiler das Tempo zu keinem Zeitpunkt mitgehen. In Runde 6 zog auch Fabrizio Gollin am Saleen vorbei auf Rang Drei. Teamkollege und Führender Mattheo Bobbi konnte sich derweil in den Allerwertesten beißen. Da er bei Startfreigabe etwas zu früh auf das Gaspedal gestiegen war und nach Meinung der Stewards einen Frühstart produziert hatte, bekam er eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Der Abstecher in die Boxengasse ließ den BMS Ferrari bis auf Rang 12 zurückfallen. Toni Seiler verließ derweil auch die Spitzengruppe, wenn auch auf anderem Weg. Sein Heck wollte auch mal Erster sein und drehte den S7R einmal sanft ein. Leider rutschte der Schweizer dabei in den Kies und verlor viele wertvolle Plätze. Auf Rang 25 reihte er sich wieder ein.

Der neue Führende hieß nun Karl Wendlinger, der sich sofort auf und davon machte. Sein Vorsprung betrug anfangs um die 3,6 Sekunden. Ihm folgten Gollin, Ruberti und Babini. Bobbi hatte sich binnen zwei Runden wieder auf Rang 5 nach vorne gearbeitet, mit Erdos (#7) und Naspetti (#13) im Schlepptau. In den Top 10 angekommen war inzwischen auch Michael Bartels auf Rang 10.

Nach 18 Runden hatte Karl Wendlinger seinen Vorsprung fast verdoppelt, seine Führung war erstmal unangetastet. Ganz anders erging es dagegen Teamkollege Bert Longin, der sich einem weiter nach vorne stürmenden Michael Bartels erwehren musste. Lange konnte der Belgier jedoch gegenhalten und Bartels rückte erst  dann auf  Platz 7 vor. Eine zweite Kampfgruppe bildete sich hinter Wendlinger mit babini, Gollin und Bobbi. Über Runden rückte das Gerrari Trio zusammen und machte gemeinsam Jagd auf den Österreicher im JMB Auto. Dabwei kämpfte man untereinander natürlich weiter! Bobbi konnte an Gollin vorbeigehen und Platz 3 übernehmen. Durch anstehende Überrundungen konnte der Dreierzug schließlich auf Wendlinger aufschließen.
Richtig spannend wurde es dann, als man geschlossen auf den zu überrundenden Toni Seiler im Konrad Saleen auflief. Auf Platz 12 liegend ignorierte der Schweizer ziemlich lange die blauen Flaggen, so dass anfangs erst nur Wenlinger durchschlüpfen konnte. Erst nach einer Verwarnung und der sich anschließenden Durchfahrtsstrafe leiß Seiler die anderen Autos ebenfalls vorbei.

Schließlich begann in Donington die allgemeine Stoporgier. In Runde 40 wurde daher Stefano Livio geführt, der im Nummer 3 BMS Ferrari noch nicht an der Box gewesen war. Etwas früher als die Konkurrenz war dagegen Michael Bartels bei seiner Truppe gewesen und war nun Zweiter. Wohlgemerkt, man war als letztes Team losgefahren!!!!
Als Livio ebenfalls zum Stop antreten muste übernahm Bartels kampflos die Führung. Ihm folgten bei knapper Rennhalbzeit Jaime Melo, Gasbriele Gardel, Peter, Gardel, Newton und Morbidelli.

Da der Alzen/Bartels #5 VITAPHONE Saleen S7-R wie so oft in dieser Saison die Liste der schnellsten anführte (Bartels - 50. Runde) stellte sich für die meisten weniger die Frage nach einem Sieg als vielmehr die Frage nach der Haltbarkeit. Als in der 86. Runde Jürgen Alzen die zweite Runde der Boxenstops abschloss ergab sich an der Spitze die Reihenfolge #17 - # 1 - #5. Uwe Alzen umrundete den Kurs in den East Midlands bis zu zwei Sekunden schneller als Matteo Bobbi. In der 91. Runde konnte Alzen dann im Eingang der "Esses" sich hart aber fair an Bobbi vorbeibremsen und mit 10,7 Sekunden Rückstand die Jagd auf Karl Wendlinger aufnehmen. Sah es in den folgenden Runden nach der erwartete Aufholjagd aus (in Runde 93 nur noch 9,7 Sekunden Rückstand), pendelte sich der Rückstand bedingt durch anstehende Überundungen bei über 10 Sekunden ein. In der 113. Runde konnte Uwe Alzen dann die Führung übernehmen und sich sofort um Sekunden von Kalr Wendlingr absetzten.
Als die VITAPHONE Mannschaft bereits zur Boxenmauer rannte um den Sieger zu begrüssen kollidierte Alzen mit einem Freisinger Porsche und musste mit Reifenschaden in der letzten Runde an die Box humpeln und verloren den fast sicher geglaubten Sieg in der letzten Runde.

Den holten sich so Wendlinger / Melo vor Aluen / Bartels und Babini / Peter.

Wieder mal Pech für Wieth Racing. Das gleiche Problem wie im Warmup holte das Team aus Bayern ein. Die Antriebswelle hinten rechts machte schlapp und legte den Ferrari nach 36 Runden still. Warum das gleiche Problem wieder auftrat,war für Wieth Racing in der Kürze der Zeit vor Ort nicht zu klären.
Ausfall auch für den #4 Saleen. "Ich hatte auf einmal ein Alarmsignal im Armaturenbrett aufleuchten", erzählt Walter Lechner jr.. "Wo genau das Problem liegt, wissen wir auch noch nicht. Im Moment haben wir keinen Schimmer."

Das Rennen - NGT

Nicht die Butter vom Brot nehmen ließen sich Lucas Luhr und Stephane Ortelli. Sie besetzten sofort die Führungspositionen in der NGT. Mike Jordan im JWR Porsche etablierte sich auf Rang 3 vor Fabrizio de Simone im Ferrari F360. Der hatte einen guten Start hinbekommen und hatte den 6. Startrang rasch hinter sich gelassen. Tim Mullen (Gruppe M) und Andrew Kirkaldy komplettierten die Top 6.
Getrieben vom Eifer nach Punkten klopfte de Simone bei Jordan an und machte sich daran, die Podiumsplätze zu besteigen. Gut 6 Runden dauerte es, dann war der Italiener am Briten vorbei und auf Rang Drei angekommen. An die Freisinger Mannen kam er jedoch nicht heran. Der Abstand pendelte sich bei 8 Sekunden ein. Interesanter wurdes es dann schon zwischen Jordan und Mullen. Ganz wie zuhause in der BRDC GT balgte man sich Runde um Runde zur Freude des heimischen Publikums. Jordan behielt dabei jedoch stets die Oberhand. Dass dies zu einem vorläufigen Podestrang führen könnte, ahnte er jedoch nicht.
Denn de Simone drehte sich in Turn 5 aufgrund einer Ölspur in den Kies und verlor Platz Drei sowie eine Menge Zeit. Zwar konnten die Stewards den F360 aus dem Kies befreien, doch die langsame Rückkehr zur Box war nicht gut für edie Zeitenliste.
Schnellster TVR war zu diesem Zeitpunkt der RSR Tuscan mit Nigel Grreensall am Steuer. Er hielt sich im vorderen Drittel der NGT auf. Der zwieite TVR verabschiedete sich nach einem Dreher in den Kies. Ein spektakuläres Aus für die die Synergy Mannschaft.

Nach einem Renndrittel hatte Tim Mullen es dann doch noch geschafft, Mike Jordan niederzukämpfen. Der muste dann auch gleich noch Andrew Kirkaldy ziehen lassen, der sich an die Porsche Gruppe rangepirscht hatte. Auf Platz 6 lag da schon die Ried Mannschaft.
Es wurde ruhiger in der NGT. An der Spitze zogen die Freisinger RSR #99 (Maassen/Luhr) und #50 (Collard / Ortelli) ihre Bahnen. Bereits mit großem Abstand folgten Mullen / Coker auf Platz Drei und Kirkaldy auf Platz 4. Dahinter der TVR von RSR und der #62 GPC Ferrari. 360GTC der bei seiner Aufholjagd in der 93. Runde noch zu einem Drivetrough-Penalty an die Box dürfte da man vorher die Geschwindigkeit in der Boxnegasse überschritten hatte.
Für den Rest des Rennens schienen alle Positionen bezogen. Kurz vor Schluss kam dann aber doch noch einmal Leben in die Bude. Luhr / Maassen legten noch einmal einen kurzen Stop ein, wodurch Collard / Ortelli die Führung erbten. Pech für Proton, 10 Minuten vor Schluss brach eijn Felgenkranz. Das Ziel quasi vor Augen fiel man aus. Dank der zurückgelegten Distanz wurden Christian und Gerold Ried noch als Achte gewertet und bekamen einen Punkt.

 Doppelsieg für Freisinger (Collard /Ortelli vor Luhr / Maassen).

Das ganze Rennen über zu kämpfen hatten die Mannen von JP Racing. Allerdings hieß der Gegner hier Setup. "Wir hatten das ganze Rennen über Untersteuern", erklärten alle drei übereinstimmend,"und je mehr die Reifen abbauten, umso schlimmer wurde es. Als wir Freitag mit Trockenabstimmung gefahren sind, lag das Auto besser." Dennoch war man zufrieden, denn schließlich hatte das Team endlich einmal die Zielflagge gesehen. Als Lohn gabs auch noch Punkte für den siebten Rang in der NGT.


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