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Italienische GT am A1-Ring (18.7)
von Johannes Gauglica
F360

Den einzigen anderen F360 im Feld, eingesetzt von Loris Kessel Racing aus der Schweiz, teilen sich der Teamchef persönlich und Andrea Chiesa; sie beenden diesen ersten Lauf als Klassendritte. Davor matchen sich Riccitelli/Piegoli und Wolff/Quester um den N-GT-Sieg; am Ende hat das Ebimotors-Duo klar die Nase vorne. Quester sinnt auf nachmittägliche Revanche.

Für Lauf zwei werden die ersten drei jeder Klasse in umgekehrter Reihenfolge aufgestellt; der JMB-Ferrari findet sich demnach in der dritten Startreihe und mischt vom Start weg unbarmherzig die Konkurrenz auf. Es dauert einige Runden, bis die alte Ordnung wiederhergestellt ist; Garbagnati und Bertolini beenden ein für sie in letzter Zeit ungewohntes perfektes Wochenende mit ihrem zweiten Sieg.
"Sag mir wo die Viper sind": das in der internationalen Szene vom Aussterben bedrohte Reptil hat im Campionato Italiano GT ein geeignetes Habitat gefunden. Nicht weniger als sechs Exemplare zeigen sich in Spielberg für den siebenten Lauf der heuer neu ausgetragenen Meisterschaft. Dem gegenüber steht in der großen Klasse ein einziger Ferrari Maranello - in der eigenen Heimserie sind die Roten hoffnungslos in der Minderheit, allerdings würdig vertreten vom Team JMB mit der italienischen FIA-GT-Fahrerbesetzung Bertolini/Garbagnati. Andere international bekannte Größen im nur 16 Autos großen Feld sind Teams wie Racing Box und Autorlando, und Fahrer wie der belgische Allrounder Vincent Vosse oder die ehemaligen F1-Fahrer Andrea Montermini und Andrea Chiesa. Unverzichtbar bei einem GT-Wochenende am A1-Ring ist Dieter Quester; er absolviert er hier einen Gastauftritt bei Autorlando gemeinsam mit seinem ETCS-Teamkollegen Toto Wolff. Stammpartner Luca Riccitelli fährt für Ebimotors einen weiteren 996er und zählt zu den Favoriten in der Klasse N-GT.

Von Beginn an stellt JMB klar, daß man beabsichtigt, dieses Wochenende den Ton anzugeben. Das Italtechnica-Chassis tut sich in der FIA-Meisterschaft einigermaßen schwer gegen die neueren Prodrive-Autos (Philipp Peter weiß davon ein Lied zu singen), für eine Horde von privanten Vipern reicht es aber noch allemal. Bertolini und Garbagnati sichern sich die Pole Position und führen die gesamte Stunde des ersten Lauf relativ unangefochten vom Start bis ins Ziel. Dahinter drei Viper im Schwermetall -Konvoi, an dessen Spitze sich das Auto von Zonca und Bonaldi etabliert. Vosse und Perazzini im Megadrive-Exemplar komplettieren das GT-Podium.  Ihre drei Artgenossen  verlassen das Rennen ebenso vorzeitig wie der Mastercar-F360 von Montermini/Monti; er wird Opfer eines mißglückten Überrundungsmanövers.

Kollision

Die schnellsten N-GT schlagen aus dem Startaufstellungs-Dreh das bestmögliche Kapital; Riccitelli/Piegoli gewinnen ihre Klasse und werden Gesamtzweite vor dem wiederhergestellten F360er von Montermini/Monti. Auflerhalb der Top 3 kämpft sich das Wiener Nationalteam Quester/Wolff nach wechselhaftem Rennverlauf in der Schluflphase noch auf den dritten Klassenrang. Die teilweise bereits angeschlagenen Viper haben den schnellsten N-GT in diesem letzten Lauf des Rennwochenendes nichts entgegenzusetzen; Zonca/Bonaldi erreichen wieder Rang 2 der GT-Klasse vor Sanguiolo/"Base Up", die sich für ihren Ausfall im ersten Rennen schadlos halten.

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